Gebrauchtwagenmarkt Weniger Umschreibungen und steigende Preise im Februar

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Der Gebrauchtwagenmarkt hat zuletzt gegenläufige Signale gesendet: einerseits weniger Verkäufe, zugleich steigende Preise.

Der Gebrauchtwagenmarkt ist im Februar im Rückwärtsgang gefahren.(Bild:  Seyerlein/»kfz-betrieb«)
Der Gebrauchtwagenmarkt ist im Februar im Rückwärtsgang gefahren.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Die Automobilnachfrage in Deutschland lahmt – und zwar nicht nur im Neuwagengeschäft, sondern im Februar auch bei den Gebrauchtwagen. Wie aus den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht, fanden im zweiten Monat des Jahres nur noch 518.112 Pkw einen neuen Halter. Das waren 5,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Damit kommt eine längere Aufwärtsentwicklung zum Erliegen. Seit dem zweiten Halbjahr 2024 war der Gebrauchtwagenmarkt kontinuierlich gewachsen, hatte die Zahl der Pkw-Umschreibungen zugelegt. Nach zwei Monaten ist der deutsche Gebrauchtwagenmarkt noch leicht im Plus. Die Zulassungsstellen registrierten 1,08 Millionen Pkw-Halterwechsel – 0,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Generell entwickelt sich der Gebrauchtwagenmarkt derzeit uneinheitlich. Auf der Plattform Autoscout 24 war eine steigende Nachfrage bei den Elektroautos zu verzeichnen, während das Interesse an Benzinern und Hybriden leicht rückläufig gewesen sei, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Gleichzeitig war ein Anstieg der Angebotspreise zu erkennen. Der durchschnittliche Gebrauchte sei für 27.245 Euro angeboten worden. Das waren 0,7 Prozent mehr als im Januar. Ein Treiber waren die Elektroautopreise. Sie kletterten um 2,8 Prozent auf 30.460 Euro.

Auch bei der Konkurrenzplattform Mobile.de steigen die Angebotspreise. Im Februar überschritt der Durchschnittspreis für Gebrauchtwagen erstmals seit November 2023 wieder die Marke von 33.000 Euro. Er liegt jetzt mit 33.173 Euro um 1,4 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Treiber waren vor allem volumenstarke Kompakt- und Mittelklassemodelle. „Unsere Daten zeigen, dass zuletzt verstärkt jüngere Fahrzeuge und Leasing-Rückläufer auf den Markt gekommen sind“, sagte dazu Florian Baur, Chief Sales Officer von Mobile.de.

Nutzfahrzeugmarkt ebenfalls rückläufig

Der Rückgang der Umschreibungen hat im Februar auch den Nutzfahrzeugmarkt erfasst. In dieser Fahrzeugklasse wurden von den Behörden 2,1 Prozent weniger Halterwechsel erfasst. Insgesamt wurden 36.147 Fahrzeuge übergeben. Möglicherweise spielt der kürzere Februar 2025 in die Zahlen hinein, der einen Arbeitstag weniger hatte als der Februar des Vorjahres.

Andererseits sind die Entwicklungen uneinheitlich. Die Umschreibungen der Zugmaschinen legten um 1,7 Prozent zu (auf 11.205 Einheiten), bei den Bussen ging es sogar um 7,7 Prozent bergauf (450 Einheiten). Dagegen nahmen die Halterwechsel der Krafträder um 11,5 Prozent ab (28.877 Einheiten). Dafür könnte allerdings auch das über weite Strecken noch winterlich-kalte Wetter eine Erklärung sein.

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