Autohaus-Gestaltung Wie sich Händler-Schauräume verändern

Von Silvia Lulei und Julia Mauritz 7 min Lesedauer

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Transformation ist das Gebot der Stunde: Das gilt auch für die Gestaltung der Autohäuser. So dienen Showrooms nicht mehr in erster Linie als Präsentationsfläche.

Rückzugsräume mit Lounge-Charakter, digitale Technik, veränderter Stellenwert der Fahrzeugpräsentation: Die Gestaltung von Händlerschauräumen verändert sich. Allerdings raten Planer Kfz-Unternehmern, bei Investitionen die Strategiepläne der Hersteller abzuwarten.(Bild:  Wehner/VCG)
Rückzugsräume mit Lounge-Charakter, digitale Technik, veränderter Stellenwert der Fahrzeugpräsentation: Die Gestaltung von Händlerschauräumen verändert sich. Allerdings raten Planer Kfz-Unternehmern, bei Investitionen die Strategiepläne der Hersteller abzuwarten.
(Bild: Wehner/VCG)

Ein Autohaus ganz nach eigenen Vorstellungen – völlig losgelöst von Herstellervorgaben: Diesen Traum hatte sich die Berliner Koch-Gruppe mit ihrem markenneutralen Koch-Store vor drei Jahren erfüllt. Entstanden ist das moderne Gebäude in Berlin-Biesdorf; Jenny und Thomas Koch verzichteten dabei bewusst auf eine riesige Präsentationsfläche für Fahrzeuge. Physisch präsentiert werden gerade einmal eine Handvoll Autos. Die zentrale Anlaufstelle für die Kunden ist ein stylisches Café. Verkäuferarbeitsplätze gibt es nicht.

Für einen Wow-Effekt sorgen vor allem die Erlebnisräume, die sich hinter blickdichten Scheiben verbergen. Dort finden die Verkaufsgespräche statt. Die Koch-Gruppe gestaltet die Räume nach den individuellen Vorlieben ihrer Kunden, welche die Verkaufsberater herausfinden. Fußballfans führen das Gespräch beispielsweise in echter Stadionatmosphäre samt Rasen und Sitzbänken. Wer es gediegen bevorzugt, kann bequem im „Wohnzimmer“ auf einer braunen Ledercouch Platz nehmen. Für Liebhaber des Rennsports gibt es eine Boxengasse. Und wer es luxuriös mag, für den hat Koch die First-Class-Lounge konzipiert.