Neue China-Marken
Wie Dongfeng und Chery in Deutschland starten wollen
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Eine Handvoll chinesische Automarken ist in Deutschland schon auf dem Markt. Mit Chery und Dongfeng haben erneut zwei große Konzerne ihren Start verkündet. Sie haben einige Gemeinsamkeiten, doch in der Vertriebsstrategie gibt es Unterschiede.
Die Verkaufszahlen chinesischer Hersteller in Deutschland sind bisher verhältnismäßig gering. Doch die Zahl der Marken wächst und wächst. Jetzt haben zwei neue Marktteilnehmer ihren Start angekündigt: die Staatskonzerne Chery und Dongfeng. Und sie haben Gemeinsamkeiten: Beide wollen nach und nach mit mehreren Marken starten, beide sind bereits auf anderen europäischen Märkten aktiv und beide kommen nicht nur mit reinen Elektroautos. Im Vertriebskonzept unterscheiden sie sich jedoch.
Chery hat sich als Pilotmärkte Spanien und Italien ausgeguckt und mit dem Vertrieb dort begonnen. In Deutschland will der Autobauer ab dem zweiten Quartal 2024 die ersten Fahrzeuge der beiden Marken Omoda und Jaecoo ausliefern – über ein klassisches Händlernetz. Das kündigte Jochen Tüting, Geschäftsführer von Chery Europe, im Gespräch mit »kfz-betrieb« an. Weitere Märkte sollen folgen. Zudem will Chery mit Exlantix noch ein Premium-Elektrofabrikat nachlegen. Den Vertrieb übernimmt Chery in den neun wichtigsten europäischen Märkten selbst und gründet derzeit entsprechende Tochtergesellschaften. In Deutschland rechnet Tüting zunächst mit einem Händlernetz, das aus 80 bis 120 Vertriebsstützpunkten bestehen und beide Marken unter einem Dach verkaufen soll. „Wir wollen dem Kunden recht schnell eine Vertrauensperson gegenüberstellen, die er kennt“, sagt der Geschäftsführer.
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