Porsche/Audi-Rückrufe Wieder Batterieprobleme bei den Sportstromern

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Das Kraftfahrt-Bundesamt warnt zum wiederholten Mal vor einer erhöhten Brandgefahr beim Taycan und E-Tron GT. Zu vermelden gibt es außerdem einen möglichen Radverlust bei besonders PS-starken Boliden aus Zuffenhausen.

Unter anderem müssen Taycan-Halter zur Überprüfung in die Vertragswerkstatt.(Bild:  Porsche)
Unter anderem müssen Taycan-Halter zur Überprüfung in die Vertragswerkstatt.
(Bild: Porsche)

Das Problem mit den Hochvoltbatterien in Elektroautos von Audi und Porsche hat weitere Rückrufe ausgelöst. Nachdem es Anfang des Jahres schon eine Aktion für E-Tron und Taycan gab, warnt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) aktuell wieder vor einem durch Zelldefekt verursachten Kurzschluss. Erhöhte Brandgefahr gilt demnach weltweit für rund 40.000 Taycan und 13.000 (RS) E-Tron GT, wovon sich laut KBA über 2.200 beziehungsweise 570 in Deutschland befinden. Sie wurden bis einschließlich 4. März dieses Jahres gebaut.

Pro Rückruf gibt es zwei Aktionscodes: „ARB5“ und „ARB6“ bei Porsche, sowie „931A“ und „931B“ bei Audi. Das liegt an den unterschiedlichen Abhilfemaßnahmen. Die jeweils erstgenannte Rückrufkennung betrifft eine Fahrzeugpopulation, bei der die Hersteller über ausreichende Online-Daten zum kritischen Zustand der HV-Batterie verfügen. Hier steht der Tausch der Zellmodule bereits fest. Der jeweils zweite Code gilt, wenn keine ausreichenden Batteriedaten vorliegen. Daher werden die Zellmodule der Batterie hier erst geprüft und dann wenn nötig getauscht.

Zudem erhalten die Fahrzeuge eine optimierte Batteriediagnose-Software. Aus dem Ausland ist zu hören, dass diese aber erst im ersten Quartal 2025 zur Verfügung steht. Bis dahin muss offenbar alle 60 Tage eine Batteriekontrolle durchgeführt werden. Zudem ergeht an alle Fahrzeughalter die Anweisung, bis zur Reparatur oder zum Softwareupdate den Energiespeicher vorerst nur noch auf maximal 80 Prozent zu laden.

Zwischenzeitlich gab es übrigens zu der Problematik teilweise noch andere Aktionscodes. Sie lauteten KBA-Angaben zufolge im April und Mai „ARA4“ (Produktionszeitraum: 21.10.2019 bis 17.07.2023) und „ARA5“ (03.07.2018 bis 04.03.2024) für weltweit etwa 7.500 Porsche Taycan, sowie „93VN“ (09.01.2020 bis 16.02.2024) und „93VM“ (27.11.2020 bis 7.6.2023) für über 7.800 Audi (RS) E-Tron GT. Auf den Heimatmarkt entfielen hier etwa 400 Porsches und 420 Audis.

Weiterer Porsche-Rückruf wegen Radverlust

Zu erwähnen gibt es außerdem noch einen weiteren Porsche-Rückruf, der auf die Performance-Modelle Panamera GTS, Panamera Turbo, Panamera Turbo S, 911 GTS, 911 4 GTS, 911 Turbo, 911 Turbo S, 911 Sport Classic, 911 GT3, 911 GT3 RS, 718 Cayman GT4 RS und 718 Spyder RS eingegrenzt ist. Bei ihnen besteht die Gefahr eines Radverlusts, verursacht durch einen möglichen Bruch der Zentralverschlussmutter. „In einer zukünftigen Rückrufmaßnahme im Januar 2025 soll die ordnungsgemäße Funktion des Radspannsystems mit Zentralverriegelung überprüft und gegebenenfalls auch ausgetauscht werden“, kündigt das KBA an. Dies läuft dann unter dem internen Aktionskürzel „ARC4“ – hierzulande für 2.543 Boliden der Baujahre 2023 und 2024.

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