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Wirrwarr um intransparente Pkw-Verbräuche

Autor: Jakob Schreiner

Eigentlich wollte der Gesetzgeber mit der Umstellung auf WLTP wahrere Verbrauchswerte zur Verfügung stellen. Der Zugang zu den Werten ist aber nur unter erschwerten Bedingungen möglich – wenn überhaupt. Ein Problem kann das zuständige Ministerium darin nicht erkennen.

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(Bild: Dena)

Für die Hälfte der Neuwagenkäufer ist das Autohaus der erste Ansprechpartner, wenn sie Informationen zu einem Fahrzeug bekommen möchten. Neben dem Preis, den Ausstattungsdetails oder der Motorisierung dürfte für Viele auch der Verbrauch und die damit zusammenhängende Kfz-Steuer eine wichtige Information sein. Die Umstellung des Prüfzyklus von NEFZ auf WLTP sorgt beim Autofahrer für zusätzlichen Bedarf an zuverlässigen Aussagen.

Nur sind längst nicht alle Autohändler in der Lage, den Wissensdurst der Kunden zu stillen. Der Grund: Die erforderliche Novellierung der Pkw-EnVKV (Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung) lässt auf sich warten, was ein Jahr nach der Umstellung für die Händler immer noch heißt, dass sie die veralteten NEFZ-Werte ausweisen. Seitens des ZDK heißt es dazu, dass dem Kunden die Verbrauchswerte für sein individuell konfiguriertes Fahrzeug von einigen Fabrikatshändlern genannt werden könne. Teilweise bestehe bei einzelnen Fabrikaten die Möglichkeit, bei der Online-Konfiguration die entsprechenden WLTP-Werte zu generieren. Allerdings ist „eine genaue Benennung der WLTP-Werte im Vorhinein (noch) nicht flächendeckend möglich“, heißt es weiter.

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 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik