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WKDA kauft jetzt online zum Festpreis an

Autor: Martin Achter

„Wirkaufendeinauto.de“ schaltet im Wettbewerb mit dem Handel um Inzahlungnahmen einen Gang höher. Die Plattform nennt Kunden jetzt bereits nach der Erstbewertung online einen verbindlichen Ankaufpreis. Nur eine Aufgabe bleibt dem Kunden nicht erspart.

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Online-Inzahlungnahme zum Festpreis: Mit diesem neuen Angebot der Plattform „Wirkaufendeinauto.de“ dürfte das Ringen mit dem Handel um den direkten Zugang zum Kunden härter werden.
Online-Inzahlungnahme zum Festpreis: Mit diesem neuen Angebot der Plattform „Wirkaufendeinauto.de“ dürfte das Ringen mit dem Handel um den direkten Zugang zum Kunden härter werden.
(Bild: Auto 1 Group)

Vom Wohnzimmersofa aus sein Auto zum Festpreis in Zahlung geben: Die Onlineplattform WKDA („Wirkaufendeinauto.de“) ermöglicht ihren Kunden dies jetzt über den neuen Service „Auto von zu Hause verkaufen“, wie die Muttergesellschaft Auto 1 Group mitteilte. Mit dem Dienst bekomme der Verbraucher nach Eingabe der Fahrzeugdaten und nach Angaben zum Zustand und zur Wartung innerhalb eines Tages einen verbindlichen Ankaufpreis genannt.

Der Ankaufpreis ist nach Angaben von WKDA sieben Tage gültig. Der Kunde muss sein Fahrzeug nur noch zu einer der rund 130 Ankaufstationen in Deutschland bringen. WKDA übernimmt für ihn die Abmeldung.

Ganz vom Wohnzimmersofa aus geht der Verkauf für den Kunden wegen der Übergabe also nicht vonstatten – aber auch deswegen nicht, weil er den Fahrzeugzustand dokumentieren muss. Für die Bewertung ist es erforderlich, dass die Nutzer Fahrzeugfotos auf WKDA hochladen.

Für die Übergabe buchen die Kunden dann einen Termin bei einem WKDA-Standort in ihrer Nähe. Dort erfolgt ein Abgleich zwischen dem angelieferten Fahrzeug und den online hinterlegten Daten – also ob der Kunde auch wirklich das angebotene Fahrzeug abliefert. Danach wird der Ankaufvertrag unterzeichnet.

Mehr Wettbewerb und Online-Inzahlungnahmen

WKDA-Geschäftsführer Hamza Saber erklärt, der verbindliche Onlineankauf zum Festpreis sei „ein weiterer Schritt in der Digitalisierung des Gebrauchtwagenmarktes“. Vor allem aber dürfte sich der Wettbewerb um Inzahlungnahmen durch den neuen Service für den klassischen Handel verschärfen – und der Zugang zu einer nennenswerten Anzahl von Kunden noch schwieriger werden. Denn wer als Verkäufer online einen Festpreis genannt bekommt, der akzeptabel ist, sieht sich vermutlich nicht weiter nach Alternativangeboten von Händlern in der Umgebung um.

Eine Reihe von Händlern bietet auf ihren Websites zwar Onlinetools zur Fahrzeugbewertung und -inzahlungnahme. In der Regel wird den Kunden dort aber nur ein unverbindlicher Ankaufpreis genannt. Die genaue Bewertung erfolgt beim Händler vor Ort. Erst dann weiß der Kunde, welches Budget ihm nach dem Verkauf – beispielsweise für eine Ersatzkauf – zur Verfügung steht.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«