Wolf rüstet Brillant aus
Das vom Lackierbetrieb Brillant angestrebte Wachstum erforderte hohe Investitionen. Es entstand ein am Lackierprozess orientierter Betrieb.
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Der Kölner Karosserie- und Lackierbetrieb Brillant hat sich entschieden: und zwar für Wachstum. Hierfür war es allerdings notwendig, den vorhandenen Betrieb zu erweitern. Zudem investierte Geschäftsführer Marco Busch in die Schulung der Mitarbeiter.
„Die Mitarbeiterschulung ist in den vergangenen Jahren zu einem großen Kostenblock geworden“, erklärt Busch. Allerdings weiß der junge Unternehmer, der den Betrieb von seinem Vater übernommen hat, dass er sich durch das gut ausgebildete Personal von seinem Wettbewerb differenzieren kann. „Deshalb will und kann ich auf diese Kosten nicht verzichten. Ganz im Gegenteil: Seit etwa zwei Jahren habe ich hierfür ein eigenes Konto in meinem Kontenplan eingerichtet“, berichtet Busch.
Hohe Investition
Der Brillant-Geschäftsführer hat rund 2,2 Millionen Euro in seinen Betrieb investiert. Die Hallen- und Geländefläche hat er fast verdoppelt: Heute beträgt die Gesamtfläche des Unternehmens 5.800m2, davon sind 2.800 m2 bebaut.
Darüber hinaus wurden die Füllerplätze erneuert und eine komplett neue Lackieranlage angeschafft. Außerdem hat der Betrieb die Absaugung zentralisiert. Die Unterflurabsaugung für die Füllerplätze lässt sich je Arbeitsplatz einzeln zu- oder wegschalten. Die alten Anlagen hat Brillant zum Teil abgebaut und zum Teil umfunktioniert. In einer alten Spritzkabine befindet sich jetzt beispielsweise ein Arbeitsplatz für Smart Repair. Die vorhandene Innenbeleuchtung der Kabine eignet sich besonders gut für das Beulendrücken. „Wir sind der Fachbetrieb für Karosserie-Reparaturen aller Art und wir wollen uns dieses Geschäft nicht wegnehmen lassen“, erklärt Busch. Er will in der nächsten Zeit seine Kompetenz im Bereich der Smart- und Spot-Repair-Verfahren deutlich ausbauen.
„Für die Zukunft sind wir ganz gut aufgestellt“, ist Busch überzeugt. Der Unternehmer setzt auf eine gut gemischte Kundenstruktur. „Etwa 20 Prozent unserer Kunden sind Autohäuser, rund 30 Prozent sind Flottenbetreiber“, erklärt Busch. Der Rest verteilt sich auf Versicherungen und Privatkunden. Allerdings würden rund 35 bis 40 Prozent des Gesamtumsatzes mit den Versicherungen getätigt. „Von den Versicherungsschäden sind etwa 70 Prozent gesteuert“, fügt Busch an.
Der Geschäftsführer weiß, dass sich seine Investition nicht mit sinkenden Stundenverrechnungssätzen amortisieren lässt. Dennoch steht er dem Schadenmanagement der Versicherungen relativ gelassen gegenüber. „Wir müssen das kompensieren, beispielsweise indem wir die Kosten senken. Hierin wird eine meiner Hauptaufgaben in der nächsten Zeit liegen. Als Zweites müssen wir die Produktivität erhöhen. Und drittens müssen wir neue Kunden
akquirieren, beispielsweise Flottenbetreiber“, erläutert Busch.
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