Caravaning-Markt Wunsch und Wirklichkeit kollidieren

Von Julia Mauritz

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Das Interesse an Freizeitmobilen ist ungebrochen hoch: Dennoch ist der Markt rückläufig. Die Gründe dafür bringt eine Befragung unter Caravan-affinen Deutschen an den Tag.

Reisemobile sind im Handel Mangelware. Das bremst den Markt stark aus.(Bild:  Marnet)
Reisemobile sind im Handel Mangelware. Das bremst den Markt stark aus.
(Bild: Marnet)

Es ist eine paradoxe Situation: 20 Millionen Deutsche sind Caravan-affin und interessieren sich für die Miete oder den Kauf eines Freizeitmobils. Das kurz- bis mittelfristige Marktpotenzial liegt bei 300.000 Fahrzeugen. Dennoch ist der Caravaning-Markt weiter rückläufig – die Neuzulassungen von Reisemobilen sind im Vergleich zum Juli des Vorjahres mit 16 Prozent dabei besonders stark gesunken.

Das hat mehrere Gründe: Der Neuwagenmarkt ist leergefegt. Die Käufer eines neuen Fahrzeugs müssen im Schnitt mindestens 12 Monate Lieferzeit in Kauf nehmen und die Fahrzeugkosten explodieren. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sieht es nicht besser aus. Auch hier sind Fahrzeuge Mangelware und werden zum Teil zu Preisen gehandelt, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar gewesen wären. Ein Beispiel: Wer als Privatperson heute sein sechs bis sieben Jahre altes Reisemobil verkauft, erzielt immer noch den damaligen Kaufpreis.