ZDK Verband eröffnet Brüsseler Büro neu

Von Doris S. Pfaff 3 min Lesedauer

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Der ZDK zeigt auch in Brüssel mehr Präsenz und hat dazu sein Büro wiedereröffnet. Mit Friedrich Trosse wird das Kfz-Gewerbe nun einen ständigen Vertreter fußläufig zum EU-Parlament haben.

ZDK-Präsident Arne Joswig (l.) und Friedrich Trosse vom ZDK-Büro in Brüssel im Europa-Parlament(Bild:  ZDK)
ZDK-Präsident Arne Joswig (l.) und Friedrich Trosse vom ZDK-Büro in Brüssel im Europa-Parlament
(Bild: ZDK)

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat seinen Sitz in Brüssel wiederbelebt. Das seit 2015 bestehende Büro des Verbands im Haus der europäischen Wirtschaft ist seit September mit Friedrich Trosse dauerhaft besetzt.

Bislang hatten zwar ZDK-Geschäftsführer und Referenten das Büro bei ihren Besuchen in Brüssel regelmäßig genutzt, aber dauerhaft besetzt war es bislang nicht. Weil sich die Rahmenbedingungen geändert haben und die tägliche Lobbyarbeit in Brüssel notwendig ist, will der Verband mit Trosse nun intensiv und aktiv die für das Kfz-Gewerbe relevanten Themen auf europäischer Ebene mitgestalten.

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Friedrich Trosse (34) ist in Brüssel kein Unbekannter: In den vergangenen acht Jahren vertrat er dort als politischer Berater die Interessen verschiedener Verbände, so für den Zentralverband Deutsches Handwerk (ZDH) und zuletzt für SMEunited, den Europäischen KMU- und Handwerksverband.

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Das Kfz-Gewerbe auf die politische Karte setzen

Warum ist es Ihrer Ansicht nach notwendig, als Vertreter des Kfz-Gewerbes täglich in Brüssel präsent zu sein?

Friedrich Trosse: Die politische Arbeit in Brüssel ist wie ein eigenständiges Ökosystem, das über die fachliche Ebene hinausgeht. Es geht auch darum, auf kurzem Wege die Stärke fachlicher Kompetenz des ZDK an die richtige Stelle zu bringen. Hierfür ist der tägliche Austausch mit Entscheidern aus Politik, Verbänden und Unternehmen vor Ort unerlässlich.

Wie wird Ihre Arbeit bzw. der Fokus Ihrer Tätigkeit in Brüssel aussehen?

Fachlich liegt der Fokus vor allem auf Nachhaltigkeit und Datenzugang, doch Entscheidungen aus Brüssel haben Einfluss auf fast alle Bereiche des Kfz-Gewerbes. Entscheidend in meiner Arbeit ist daher die Stärkung des ZDK als verlässlicher Ansprechpartner für die Europäische Kommission und das Parlament. Die Anfänge hierfür sind bereits gemacht, doch es bleibt viel zu tun. Deshalb sind wir heute in so großer Zahl in Brüssel, um das Kraftfahrzeuggewerbe auf die politische Landkarte zu setzen.

Sie haben bereits im August Ihren Dienst in Brüssel angetreten. Haben Sie seitdem schon etwas erreichen können?

Wir als ZDK konnten gemeinsam mit den Landesverbänden beim Thema Right to Repair bereits einen großen Erfolg erzielen. Hierbei wurde durch unsere konzertierte Aktion verhindert, dass durch diese Initiative ein Bürokratiemonstrum für unsere Betriebe geschaffen wird. Stattdessen ist der aktuelle Text für unser Gewerbe sehr positiv!

Das Gespräch führte Doris Pfaff

„Die Wiedereröffnung ist Teil unseren neuen ZDK-Politik-Strategie. Wir wollen sowohl in Berlin als auch in Brüssel mit den Entscheidungsträgern sprechen und in den Austausch kommen“, sagt ZDK-Präsident Arne Joswig. Zur Einweihung des wiedereröffneten Büros hatte der Verband EU-Parlamentarier zur Feier eingeladen und war damit auf reges Interesse gestoßen.

Dass sich die Präsenz vor Ort lohnt, zeigten die Gespräche, die ZDK-Vertreter noch im Vorfeld zur Abstimmung im Europaparlament zu Euro 7 führen konnten. „Wir konnten mit einigen Abgeordneten über unsere Position sprechen. Auch wenn es sich am Ende jetzt nicht auf das Ergebnis ausgewirkt hat, sind wir so in den Dialog getreten. Das ist unser Ziel“, so Joswig.

Das Brüsseler ZDK-Büro liegt fußläufig zu EU-Kommission und -Parlament sowie direkt neben der ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland.

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