CO2-Flottenemissionen ZDK mahnt Technologieoffenheit bei Lkw an

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Anlässlich der IAA-Transportation appelliert der ZDK an die Politik, bei der Anrechnung der Emissionen technologieoffen zu sein, anders als bislang im Pkw-Bereich.

Im Pkw-Bereich hat die Politik es bis heute versäumt, bei der Berechnung der CO2-Emissionen technologieoffen zu sein. Bei der Berechnung im Nutzfahrzeugsektor müsse die Politik alle möglichen Hebel ziehen, um Flottenemissionen effektiv zu reduzieren, mahnt der ZDK. Der Fokus auf den batterieelektrischen Antrieb reiche nicht.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Im Pkw-Bereich hat die Politik es bis heute versäumt, bei der Berechnung der CO2-Emissionen technologieoffen zu sein. Bei der Berechnung im Nutzfahrzeugsektor müsse die Politik alle möglichen Hebel ziehen, um Flottenemissionen effektiv zu reduzieren, mahnt der ZDK. Der Fokus auf den batterieelektrischen Antrieb reiche nicht.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

ZDK-Präsident Arne Joswig erklärte anlässlich der Eröffnung der IAA-Transportation 2024 in Hannover: „Um die Flottenemissionen effektiv zu reduzieren, müssen alle technisch möglichen Hebel gezogen und mit Nachdruck verfolgt werden. Ein alleiniger Fokus auf den batterieelektrischen Antrieb kostet viel Zeit für den Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur in Europa und ist daher nur eine langfristige Strategie. Die bereits verfügbaren CO2-neutralen Kraftstoffe, wie fortschrittliche Biokraftstoffe und HVO100, können umso mehr zur Dekarbonisierung des Nutzfahrzeugsektors beitragen, wenn diese Kraftstoffe durch zusätzliche Anreizsysteme befördert würden. Hier muss die Bundesregierung beherzt und pragmatisch Rahmenbedingungen für den Hochlauf dieser Kraftstoffarten schaffen.“

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) fordert als Anreiz für die Produktion fortschrittlicher Biokraftstoffe und E-Fuels eine Senkung der Energiesteuer für Kraftstoffe auf das europäische Mindestniveau in Kombination mit einem ambitionierten CO2-Preis. Dieser dürfe auf CO2-neutrale Kraftstoffe nicht angewendet werden, um die Mehrkosten für die Hersteller aufzufangen.

Nur so könne die Antriebswahl im Straßengüterverkehr auf die Bedürfnisse der Unternehmen im Nutzfahrzeugbereich ausgerichtet werden. Diese variierten beispielsweise nach internationalen Verkehren bzw. kürzeren Distanzen im Nahverkehr sowie nach Schwerlastverkehren und leichteren Transportgütern.

Vom 17. bis 22. September präsentiert die IAA-Transportation, die Leitplattform für Busse, Logistik, Nutzfahrzeuge und den Transportsektor, in Hannover die nachhaltigsten Lösungen auf dem Weg hin zu einer klimaneutralen Transport- und Logistikbranche. Messebesucher dürfen hier vor Ort die neuesten Innovationen, Fahrzeuge und Use Cases auf dem Weg hin zur Klimaneutralität testen. Der ZDK vertritt rund 5.000 Nutzfahrzeugbetriebe, darunter 3.400 anerkannte SP-Betriebe für die Lkw-Sicherheitsprüfung im AÜK-System (Akkreditierte Überprüfung im Kraftfahrzeuggewerbe).

Im vergangenen Jahr wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 290.693 Lastkraftwagen sowie 92.826 Zugmaschinen neu zugelassen.

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