Elektromobilität ZDK kritisiert Habecks Autopapier

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Die vom Bundeswirtschaftsministerium geplanten Maßnahmen zur Unterstützung der Elektromobilität hält ZDK-Präsident Arne Joswig für nicht ausreichend. Der Verband wirbt erneut für die selbst ins Spiel gebrachte Mobilitätsprämie für junge Leute.

Um die Elektromobilität für Kunden attraktiver zu machen, braucht es mehr Unterstützung durch die Politik. ZDK-Präsident Arne Joswig hält eine Mobilitätsprämie für junge Leute für sinnvoll und nachhaltig.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Um die Elektromobilität für Kunden attraktiver zu machen, braucht es mehr Unterstützung durch die Politik. ZDK-Präsident Arne Joswig hält eine Mobilitätsprämie für junge Leute für sinnvoll und nachhaltig.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der ZDK zeigt sich enttäuscht von dem Autopapier, das das Bundeswirtschaftsministeriums am Donnerstag veröffentlicht hat. Die darin benannten Maßnahmen seien für den Hochlauf der E-Mobilität „lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn es denn vor den Neuwahlen überhaupt noch einen Effekt hätte“, sagte ZDK-Präsident Arne Joswig.

Einzelne Maßnahmen, wie etwa einen Stromgutschein beim Kauf eines elektrischen Gebrauchtwagens, hatte Joswig bereits gegenüber dem Ministerium vorgeschlagen. Insgesamt gehen dem ZDK die Maßnahmen jedoch nicht weit genug. „Was wir jetzt brauchen, sind wirkliche Kaufanreize, keine Verteuerung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, denn das trifft genau die, die sich einen Umstieg nicht leisten können“, so Joswig.

Eine Förderung von 1.000 Euro beim Kauf eines Elektroautos sei insbesondere deshalb marginal, da Neuwagenpreise von Elektroautos 10.000 Euro bis 15.000 Euro über denen vergleichbarer Verbrenner liegen. Dies bedeutet für den Staat Mehreinnahmen von 1.900 Euro bis 2.850 Euro pro Fahrzeug allein durch die Mehrwertsteuer.

Der ZDK begrüßt die Erkenntnis, dass es Preistransparenz und europaweit einheitliche Regelungen für E-Roaming bedarf. Insbesondere sei die Förderung von Batteriechecks für Gebrauchtwagen ein positives Signal für den Gebrauchtwagenmarkt.

ZDK wirbt für selbst vorgeschlagene Mobilitätsprämie

Als effektiven Kaufanreiz für neue und gebrauchte Pkw schlägt der ZDK die Mobilitätsprämie „#GenerationZukunft“ vor. Diese Prämie käme Berufseinsteigern sowie Familien und Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern zugute.

Elektrofahrzeuge (BEV) bis zu 45.000 Euro Nettolistenpreis (Neuwagen) bzw. 30.000 Angebotspreis (Gebrauchtwagen bis zu 40 Monate) würden 2025 mit 6.500 Euro bzw. 3.250 Euro gefördert werden. Die Fördersumme pro Fahrzeug soll demnach schrittweise bis zum Jahr 2027 auf 2.500 Euro bzw. 1.250 Euro sinken.

Finanziert würde dieses Modell mit einem Finanzbedarf von jährlich ca. 500 Millionen Euro aus den Mehreinnahmen des CO2-Preises, die im Verkehrssektor bereits 2025 bei 1,5 Mrd. Euro gegenüber 2024 liegen werden.

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