Interview mit dem ZDK-Präsidium „Wir fordern vor allem Planungssicherheit“

Das Gespräch führte Doris S. Pfaff 4 min Lesedauer

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Die neue Bundesregierung muss jetzt liefern. Die Branche und Betriebe brauchen stabile Rahmenbedingungen, fordern ZDK-Präsident Arne Joswig und die Vizepräsidenten Thomas Peckruhn und Detlef P. Grün.

Jetzt muss die Bundesregierung liefern, fordert der ZDK. Das Foto zeigt Friedrich Merz bei seinem Besuch beim ZDK-Neujahrsgipfel, bei dem ihm der ZDK-Präsident Arne Joswig das Kfz-Meisterschild für das Bundeskanzleramt überreichte. (Bild:  Zietz - VCG)
Jetzt muss die Bundesregierung liefern, fordert der ZDK. Das Foto zeigt Friedrich Merz bei seinem Besuch beim ZDK-Neujahrsgipfel, bei dem ihm der ZDK-Präsident Arne Joswig das Kfz-Meisterschild für das Bundeskanzleramt überreichte.
(Bild: Zietz - VCG)

Herr Joswig, welche kurzfristigen Maßnahmen sollte die neue Bundesregierung ergreifen, um die Automobilbranche in dieser Wirtschaftskrise zu unterstützen?

Arne Joswig: Das sind gleich vier Maßnahmen. Ganz wichtig sind mir ein spürbarer und tiefgreifender Bürokratieabbau von Berichtspflichten und Gängelungen der Betriebe sowie steuerliche Entlastungen, z. B. beim Soli und den Unternehmenssteuern. Gleichzeitig braucht es einen intelligenten Mix an Maßnahmen, um den Hochlauf der E-Mobilität voranzubringen. Von zentraler Bedeutung ist auch die Fachkräftesicherung: Die Ausbildung im Handwerk muss insgesamt gestärkt und attraktiver gemacht werden, auch durch gezielte Förderung. Ausländische Bildungsabschlüsse müssen schnell und unbürokratisch anerkannt werden, damit auch Quereinsteiger ohne große Hürden im Kfz-Gewerbe Fuß fassen können. Klar ist: Ohne entschlossenes politisches Handeln droht die nachhaltige Schwächung einer Schlüsselbranche des deutschen Mittelstands.