Deutscher Remarketing Kongress 2026 KI-Tools – „Automatisierung ist der allerletzte Schritt“

Von Jens Rehberg 3 min Lesedauer

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Erst genau auf die eigenen Prozesse schauen. Dann Verbesserungen in den Abläufen vornehmen. Und erst zum Schluss überlegen, wo man KI sinnvoll einsetzen kann – so macht es das Autohaus Stricker.

Christoph Stricker: „Das ist die Realität.“(Bild:  Stefan Bausewein)
Christoph Stricker: „Das ist die Realität.“
(Bild: Stefan Bausewein)

Seit über zwei Jahren schon überprüft Christoph Stricker gemeinsam mit seinem Projektmanager Sascha Sukkau die Prozesse in seinem Autohaus – insbesondere im Hinblick auf Automatisierungspotenzial. „Wir reden immer über KI – aber das ist die Realität“, sagte Christoph Stricker Ende Februar seinen Zuhörern auf dem Deutschen Remarketing Kongress im Würzburger Vogel Convention Center. Dabei hielt er eine Papp-Hängetasche hoch. „Vor drei Jahren sind meine Mitarbeiter noch mit einem Korb mit Akten und Schlüsseln zu den Autos gelaufen und haben da – manchmal noch mit Regenschirm – den Annahme-Check gemacht; das hat mich echt genervt.“ Heute ist das einzige physische Überbleibsel in diesem Ablauf der Autoschlüssel – in einem Apothekenbecher.

Christoph Stricker führt das Unternehmen – gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder André – nun schon in der fünften Generation. Die Leidenschaft für das Gebrauchtwagengeschäft ist in dem Kfz-Betrieb so groß, dass sich das Autohaus inzwischen nicht mehr als VW-Händler begreift, sondern als „Gebrauchtwagenhändler im VW-Gewand“. Das Autohaus gehört zu den Top-5-Jahreswagenhändlern in der VW-Organisation, hat aber außerdem in den letzten beiden Jahren gezielt an seinen Kompetenzen über die Wolfsburger Konzernmarken hinaus am Gebrauchtwagengeschäft gearbeitet. 2024 verkaufte es 4.459 Fahrzeuge, davon waren 3.873 Gebrauchtwagen.