Flottengrenzwerte ZDK warnt vor einseitiger Regulierung

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Die Verbraucherakzeptanz muss im Mittelpunkt stehen, fordert der ZDK. Der Verband warnt im Vorfeld zur Überprüfung der CO2-Flottengrenzwerte bei Neuwagen durch die EU davor, die Transformation nicht durch einseitige Regulierung zu gefährden.

Der ZDK fordert die EU auf, beim Verbrennerverbot nachzubessern und technologieoffen zu sein: Fahrzeuge, die mit klimaneutralen, erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden, müssen auch künftig zugelassen bleiben. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der ZDK fordert die EU auf, beim Verbrennerverbot nachzubessern und technologieoffen zu sein: Fahrzeuge, die mit klimaneutralen, erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden, müssen auch künftig zugelassen bleiben.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Anlässlich des strategischen Automobildialogs der EU-Kommission und der bevorstehenden Überprüfung der CO2-Flottengrenzwerte warnt der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) vor einer einseitigen Regulierung zulasten von Verbrauchern und Mittelstand. „Die Nachfrage nach Elektromobilität bei privaten und gewerblichen Neuzulassungen stagniert. Dabei gibt es bereits erschwingliche Modelle. Ohne gezielte Impulse wird sich diese Situation nicht so schnell ändern. Daher unterstützen wir den Plan der EU-Kommission, dieses Segment weiter auszubauen, sowohl mit E-Fahrzeugen als auch anderen CO2-neutralen Kraftstoffen,“ sagt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn.

„Wer die Transformation der europäischen Automobilwirtschaft erfolgreich gestalten will, muss diese Realität am Markt anerkennen und die Endverbraucher in den Mittelpunkt stellen“, betont der ZDK-Präsident und fordert „die EU-Kommission auf, das pauschale Aus für den Verbrennungsmotor durch eine technologieoffene Regulierung zu ersetzen. Fahrzeuge, die mit klimaneutralen, erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden, müssen auch künftig zugelassen bleiben.“ Denn auch nach 2035 werden laut dem ZDK noch viele Millionen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in Europa unterwegs sein. Nur mit erneuerbaren Kraftstoffen lasse sich diese Bestandsflotte kurzfristig und wirksam in den Klimaschutz einbinden.

ZDK: Nicht allein auf Abgaswerte schauen

Eine faire Klimapolitik darf sich laut dem ZDK-Präsidenten aber nicht allein auf Abgaswerte beschränken. Entscheidend sei die gesamte Klimabilanz über den Lebenszyklus. Nur so könnten erneuerbare Kraftstoffe sachgerecht einbezogen werden. Das setze voraus, E-Fuels und nachhaltige Biokraftstoffe als klimaneutrale Lösungen rechtssicher anzuerkennen. Der ZDK fordert daher verbindliche Mindestquoten für diese Kraftstoffe (5 % bis 2030, 24 % bis 2040), dazu eine Anhebung der THG-Quote auf mindestens 40 % bis 2030, mit klaren Zwischenschritten ab 2027.

„Die europäische Automobilwirtschaft ist mit ihren Arbeitsplätzen und ihrer Wertschöpfung ein zentraler Pfeiler unserer Volkswirtschaft. Die Transformation darf nicht durch einseitige Regulierung und fehlende Verbraucherakzeptanz gefährdet werden. Die EU-Kommission muss jetzt technologieoffen handeln und so den Weg für eine realistische, marktorientierte und nachhaltige Klimapolitik ebnen“, so Thomas Peckruhn.

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