Markteintritt in Deutschland Zeekr will 2027 mit Händlervertrieb starten

Von Julia Mauritz 3 min Lesedauer

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Zum Marktstart in Deutschland setzt Zeekr auf den digitalen Direktvertrieb. Doch das soll sich im kommenden Jahr ändern. Dann will die Geely-Marke im Rahmen eines klassischen Vertriebsmodells mit Händlern zusammenarbeiten. Dabei beschränkt sie sich nicht auf Volvo-Partner.

Zeekr nutzte die Premiere des neuen Zeekr 7GT als Bühne für ihren offiziellen Markteintritt in Deutschland. Die Auslieferungen des Modells, das preislich bei 45.990 Euro startet, beginnen im zweiten Quartal 2026.(Bild:  Mauritz – VCG)
Zeekr nutzte die Premiere des neuen Zeekr 7GT als Bühne für ihren offiziellen Markteintritt in Deutschland. Die Auslieferungen des Modells, das preislich bei 45.990 Euro startet, beginnen im zweiten Quartal 2026.
(Bild: Mauritz – VCG)

Es war ein Markteintritt mit Hindernissen: Zeekr hatte ursprünglich geplant, Anfang 2024 in Deutschland zu starten. Doch die Strafzölle auf chinesische Autos machten der Geely-Konzernmarke einen Strich durch die Rechnung. Plötzlich galt es, das Geschäftsmodell neu zu kalibrieren, um nicht an der angestrebten Preispositionierung schrauben zu müssen. So beschreibt Zeekr-Europachef Lothar Schupet die Herausforderung der letzten beiden Jahre. Mittlerweile sei diese gemeistert.

Auf den ersten Blick verwunderlich ist die Vertriebs- und Servicestrategie, mit der Zeekr sich nun auf den wohl herausforderndsten automobilen Markt in Europa wagt: Zum Marktstart fokussiert sich die Geely-Marke auf Gewerbekunden und dienstwagenberechtigte Mitarbeiter, lässt die Fahrzeuge im Rahmen einer Partnerschaft mit GAS Global Automotive Service von freien Werkstätten warten, und setzt auf ein digitales Direktvertriebsmodell kombiniert mit aktuell sieben Probefahrt-Hubs – ein Weg, den die anderen Geely-Marken bereits hinter sich gelassen haben.