Neues Werkstattportal Zertifiziert von den „Autodoktoren“

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

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Werkstattportale gab und gibt es schon viele – aber noch keines wie Fabucarfix. Dahinter stehen die Produktionsfirma der bekannten „Autodoktoren“ sowie die DAT – und auch der ZDK ist als Unterstützer dabei.

Noch ist das Partnernetz von Fabucarfix im Aufbau. Wenn sich 1.000 Betriebe angemeldet haben, soll der Realbetrieb beginnen.(Bild:  Fabucar)
Noch ist das Partnernetz von Fabucarfix im Aufbau. Wenn sich 1.000 Betriebe angemeldet haben, soll der Realbetrieb beginnen.
(Bild: Fabucar)

Die Idee, Autobesitzer mit Bedarf an Serviceleistungen im Internet abzufangen und sie in bestimmte Werkstätten zu routen, ist nun wirklich nicht neu. Doch bislang hat dieser Kanal – wider dem allgemeinen Trend zum Onlinehandel – keine echte Relevanz erlangt. Doch immer wieder versuchen es neue Player, ein Werkstattportal zu starten, das nun wirklich alles besser machen soll als die anderen.

Im Falle von Fabucarfix könnte das diesmal tatsächlich klappen. Denn der Betreiber Fabucar ist sowohl in der Kfz-Branche als auch mit Endkunden bereits gut vernetzt. Im gleichnamigen Onlineforum können sich Autofahrer bei Problemen und Reparaturfällen austauschen und gegenseitig Reparaturtipps geben. Nach Angaben des Unternehmens haben sich bereits 140.000 User registriert.

Mit Fabucar Pro gibt es zudem ein geschlossenes Forum für Kfz-Mechatroniker, die sich hier ohne „Störung“ durch Endkunden bei schwierigen Reparaturfällen helfen. Den über 35.000 registrierten Nutzern stehen eine Tecdoc-Schnittstelle und eine Suchfunktion zur Verfügung, mit der die Reparaturtipps beispielsweise nach Motorkennbuchstaben oder Fehlercodes durchsucht werden können.

Drittes „Pfund“ von Fabucar sind die „Autodoktoren“ Hans-Jürgen Faul und Holger Parsch, Deutschlands bekannteste Kfz-Mechatroniker auf Youtube. Ihre Videos und Fernsehbeiträge werden von Fabula Film produziert, einem Schwesterunternehmen von Fabucar. Und die beiden Stars spielen auch eine wichtige Rolle für das neueste Projekt von Fabucar, das Werkstattportal Fabucarfix.

Werkstätten müssen sich qualifizieren

Fabucarfix unterscheidet sich an einigen Stellen deutlich von den bisher bekannten Werkstattportalen. So legt der Betreiber bei der Suche nach Partnern großen Wert auf Qualität. Angeschlossene Werkstätten sollen sich durch ein hohes Niveau an Kompetenz und Ausrüstung auszeichnen – es kann also keineswegs jeder Betrieb mitmachen. Interessenten müssen einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen und eine Mindestpunktzahl erreichen, um sich für Fabucarfix zu qualifizieren.

Zweitens unterscheidet sich auch die Kontaktanbahnung von vielen bekannten Werkstattportalen. Der Kunde schildert im ersten Schritt sein Problem und lädt Angaben zum Fahrzeug sowie Bilder und Videos auf die Plattform hoch. Diese Leads werden den angeschlossenen Betrieben in der Region des Interessenten ausgespielt, und sie können sich entscheiden, den Auftrag anzunehmen – oder nicht. Erst dann tritt die Werkstatt mit dem Kunden in Kontakt.

Die Kommunikation ist per Telefon möglich. Fabucar sieht aber die in das Portal integrierte Chatfunktion als bessere Möglichkeit an. Über diese lassen sich nämlich auch Auftragserweiterungen kommunizieren und vom Kunden rechtssicher freigeben.

Kunden bewerten Werkstätten – und umgekehrt

Kundenbewertungen werden nur auf dem Portal ausgegeben, nachdem sie vom Fabucar-Redaktionsteam geprüft worden. Negative Bewertungen auf Google – womöglich sogar, ohne dass überhaupt ein Auftrag ausgelöst wurde – können so nicht vorkommen. Und außerdem können auch die Werkstätten ihrerseits die Kunden bewerten.

Durch die Vorqualifikation der Werkstätten ist zudem sichergestellt, dass nur Anfragen an sie ausgespielt werden, die sie auch erfüllen können. Beispielsweise bekommen nur solche Betriebe eine Kundenanfrage nach einer Getriebespülung, die auch ein entsprechendes Spülgerät besitzen.

Wichtig für die Vermarktung des Portals ist zudem, dass die Autodoktoren mit ihrer enormen Bekanntheit und Reichweite Werbung sowohl für Fabucarfix als auch für die angeschlossenen Betriebe machen. Fabucar hat das Portal zusammen mit der DAT entwickelt. Auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) unterstützt das Projekt.

Aktuell befindet sich das Netz im Aufbau. Erste Zielgröße sind 1.000 Betriebe in Deutschland. Sobald dieses Ziel erreicht ist, sollen breit angelegte Medien- und Werbekampagnen unter anderem mit den Autodoktoren dafür sorgen, dass die angeschlossenen Betriebe laut Fabucar „zahlreiche lukrative Kundenanfragen täglich“ erhalten.

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