Zusatzgeschäft E-Bikes: Die Turbostufe einschalten

Während die Höfe der Autohändler überquellen, kommen die E-Bike-Händler mit dem Auffüllen ihrer Lager kaum nach. Warum also nicht ein zweites Standbein mit Zweirädern aufbauen? Drei Autohäuser haben das getan – auf ganz unterschiedliche Art.

| Autor: Julia Mauritz

Das Autohaus Tölke und Fischer ist über seine Mobilitätssparte Mofuma in den Handel mit Zweirädern eingestiegen. In Moers hat es einen E-Bike-Store eröffnet.
Das Autohaus Tölke und Fischer ist über seine Mobilitätssparte Mofuma in den Handel mit Zweirädern eingestiegen. In Moers hat es einen E-Bike-Store eröffnet. (Bild: rek-image photography)

Wie gerne hätte manches Autohaus am ersten Tag der Wiedereröffnung nach der Corona-Zwangspause im April in den Schuhen eines Fahrradhändlers gesteckt: Kaum hatten deren Türen wieder geöffnet, wurden sie von Kunden förmlich überrannt. Vor den Geschäften bildeten sich lange Schlangen mit Paaren jeden Alters und Familien, die Lager leerten sich in Rekordzeit, und die Werkstätten hatten plötzlich Vorlaufzeiten von sechs bis acht Wochen, um die unter den Zweirädern besonders begehrten E-Bikes für die Auslieferung fertigzustellen. Rabatte: Fehlanzeige. Während das Coronavirus den Automobilhandel ausgebremst hat, fungiert es bei E-Bikes als Beschleuniger. Statt in den ungewissen Sommerurlaub in Italien investieren viele lieber in ein 2.000 bis 3.000 Euro teures E-Bike für Touren im eigenen Land.

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