Tesla Zwei Modelle sind in China nicht mehr bestellbar

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die US-Zollpolitik trifft immer stärker den Autobauer von Elon Musk. Tesla hat die Bestellung der Modelle S und X in China ausgesetzt. Sie werden wegen der globalen Produktionsverteilung in den USA gebaut und nun drastisch mit Zöllen belegt.

Der Teslas Model X bietet mit seinen Flügeltüren einen spektakulären Anblick. Doch das teure Modell wird in den USA gebaut – der Zollstreit macht den Export nach China derzeit unattraktiv.(Bild:  Tesla)
Der Teslas Model X bietet mit seinen Flügeltüren einen spektakulären Anblick. Doch das teure Modell wird in den USA gebaut – der Zollstreit macht den Export nach China derzeit unattraktiv.
(Bild: Tesla)

Der von US-Präsident Donald Trump entfesselte Handelskonflikt trifft den von seinem Unterstützer Elon Musk geführten Autobauer Tesla. Auf der chinesischen Tesla-Website können nicht mehr die aus den USA eingeführten Modelle S und X bestellt werden. Nachdem Trump die Zölle auf Einfuhren aus China auf insgesamt 145 Prozent erhöht hatte, konterte die Regierung in Peking mit einem Zollsatz von 125 Prozent.

Die beiden teureren Fahrzeuge spielen für Tesla wirtschaftlich nur eine geringe Rolle. Nach Berechnungen von Marktforschern setzte der Konzern in China im vergangenen Jahr lediglich rund 2.000 Wagen der Modelle S und X ab. Von den in Shanghai produzierten Modellreihen 3 und Y wurden demnach mehr als 660.000 in China verkauft. Mit den größeren Fahrzeugen spielt Tesla aber im prestigeträchtigeren und lukrativeren Oberklasse-Segment mit. Der Konzern reagiert nicht auf eine Anfrage zu Gründen und Dauer des Bestell-Stopps.

US-Medienberichten zufolge soll Musk am Wochenende versucht haben, Trump zu einem gemäßigteren Kurs bei den Importzöllen zu überreden. Nach einer harschen Reaktion der Börsen und Finanzmärkte auf den Zoll-Rundumschlag setzte Trump die meisten Zusatz-Abgaben für drei Monate aus – schraubte sie aber für China weiter hoch.

Proteste gegen Tesla in Deutschland

In Deutschland gehen derweil die Proteste gegen die politische Positionierung von Tesla-Boss Elon Musk weiter. Vor einem Tesla-Ausstellungsraum in Berlin hatten am vorvergangenen Wochenende, 5. April, Hunderte Menschen protestiert. Die Polizei sprach von etwa 250 Teilnehmern, die Veranstalter von Hunderten. Zu der Kundgebung in Berlin hatten unter anderem Campact, Fridays for Future und das Bündnis „Tesla den Hahn abdrehen“ aufgerufen.

Ziel der Veranstalter ist es nach eigenen Angaben, die Bewegung gegen den US-Regierungsberater Musk und sein Unternehmen Tesla in Deutschland groß zu machen. „Elon Musk darf nicht weiter ungehindert demokratische Strukturen untergraben“, sagte Caro Weber von der Initiative „Tesla den Hahn abdrehen“.

Die Kritik an Tesla-Chef Elon Musk hat seit dem Beginn seiner Berater-Tätigkeit für US-Präsident Donald Trump stark zugenommen. Musk ist von Trump beauftragt worden, die Regierungsausgaben zu senken, und führte drastische Kürzungen durch – ohne politisches Mandat.

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