Citroën Zwischen Imagewandel und Händlerfrust

Von Jens Rehberg 11 min Lesedauer

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Nach der Integration in die Plattformstrategie von Stellantis muss sich Citroën wiederfinden. Ein vernünftiger Ansatz ist da – jetzt muss der Handel noch vollends ins Boot geholt werden.

(Bild:  picture alliance / REUTERS | Benoit Tessier)
(Bild: picture alliance / REUTERS | Benoit Tessier)

Thierry Koskas ist seit März letzten Jahres bei Citroën am Ruder und seine Produktstrategie ist im Kern schnell erzählt: Das französische Stellantis-Fabrikat mit dem Doppelwinkel soll künftig vor allem mit bezahlbaren und einfach ausgestatteten Autos erfolgreich sein. Dabei soll der Komfort allerdings nicht zu kurz kommen. Zudem fordert Koskas von seinen Entwicklern ein kreatives und mutiges Design.

Besonders am Herzen liegt dem Top-Manager das Thema Erschwinglichkeit – in Zeiten, in denen die Lebenshaltungskosten schneller steigen als die Löhne, sollten sich die Menschen trotzdem noch einen Neuwagen leisten können. Deshalb setzt er auf niedrige Preispunkte für seine Basismodelle. In Interviews, die Koskas kurz nach der Übernahme der Markenverantwortung führte, nannte er den C3 als Beispiel: Der war im vergangenen Jahr in Frankreich für 99 Euro im Monat zu haben. Für die neue Generation des Kleinwagens, die in den letzten Wochen an den Handel ausgeliefert wurde, müsse Ähnliches möglich sein.