50 Jahre Mercedes 230 SL: Der schöne Stern

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Entsprechend konzentrierten sich Kritiker des Neuen jetzt auf Kleinigkeiten wie den Tank, der nur 65 Liter fasste und den Wunsch nach hinteren Scheibenbremsen. Auch da sorgte Mercedes für Abhilfe, mit der ersten Modellpflege im Herbst 1966 gab es eine entsprechend modifizierte Bremsanlage, einen 82-Liter-Tank und einen nominell gleichstarken 2,5-Liter-Einspritzmotor.

„Pagode“ wird zum 280 SL

Nur ein Jahr später mutierte die Pagode zum 280 SL mit 125 kW/170 PS entwickelndem 2,8-Liter-Sechszylinder und verfügte damit über zehn PS mehr Leistung als der neue Porsche 911 S. In Sachen Fahrdynamik war der leichtgewichtige Zuffenhausener zwar dennoch deutlich überlegen, bei den Verkaufszahlen fuhr jedoch der SL weiterhin vorn.

So blieb es bei kleinen optischen Aktualisierungen wie neuen Fuchs-Leichtmetallrädern, an denen die letzten Jahrgänge des 280 SL zu erkennen waren, ehe die zierliche Pagode 1971 den massigen Chromkreuzern der Roadsterserie R 107 Platz machte. Nahezu 40 Prozent der Pagoden-Produktion war nach Nordamerika verkauft worden. Dort galt der Roadster als so zeitlos, dass er noch rund zehn Jahre automobiler Hauptdarsteller in diversen TV-Filmen blieb. Für alle Fans ist er bis heute einer der schönsten Stuttgarter Sterne.

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