Achsmessplatz: Die Basis jeder Messung
Die Spureinstellung war bisher nur für Fahrverhalten und Reifenverschleiß entscheidend. Doch auch Justagearbeiten an kamerabasierten Fahrerassistenzsystemen setzen oft eine Vermessung voraus – mit hohen Anforderungen an die Genauigkeit.
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Werkstattleiter Norbert Steger ist ratlos. Seit Wochen kämpft sein Betrieb immer wieder mit schief stehenden Lenkrädern und einseitig ziehenden Autos nach der Vermessung. Ein konkretes Muster ist nicht erkennbar – mal hängt ein Lenkrad stark nach links, das nächste ein wenig nach rechts, viele Autos fahren auch perfekt. Die Messwertaufnehmer des fast neuen Achsmessgeräts hat Meister Steger ohne Befund geprüft, auch die Radspannklammern erscheinen ihm fehlerfrei. Nach einigen Kundenreklamationen und geplatzten Abholterminen – weil der Mechaniker zwei- oder sogar mehrmals vermessen musste – beauftragt Steger schließlich einen Servicetechniker des Geräteherstellers mit der Fehlersuche.
Der routinierte Fachmann wird schon nach kurzer Zeit fündig – allerdings woanders, als vermutet. Eine der beiden hinteren Schiebeplatten verklemmt sich gelegentlich unter Last – und verfälscht die Messergebnisse. Eigentlich kein Wunder: Die Schiebeplatten sind so alt wie die betagte Hebebühne. „Eine Reparatur ist möglich, aber nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll – Sie kommen um einen kompletten Neukauf nicht herum“, stellt der Servicetechniker fest. „Die Platten sind verschlissen, und Ihre alte Bühne erfüllt die aktuellen Anforderungen an die Fahrbahnebenheit nicht mehr.“
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