Neuwagenkauf ADAC rät Autointeressenten zu Rabatt-Verhandlungen

Von sp-x/gr 2 min Lesedauer

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Die Neuwagenpreise steigen, der Unterhalt wird teurer – für die Verbraucher steigt der Zwang zum Sparen. Beim Autokauf sind derzeit scheinbar oft Nachlässe möglich, wie eine Feldstudie des ADAC zeigt.

Der ADAC verkündet derzeit, dass im Neuwagenhandel gut Rabatte auszuhandeln sind.(Bild:  Pixabay/Grimm – VCG/generiert mit Gemini 3.1 Flash Image)
Der ADAC verkündet derzeit, dass im Neuwagenhandel gut Rabatte auszuhandeln sind.
(Bild: Pixabay/Grimm – VCG/generiert mit Gemini 3.1 Flash Image)

Beim Neuwagenkauf lohnt sich das Nachfragen: Aus einer am Dienstag, 7. April, vorgestellten Praxisstudie des ADAC geht hervor, dass sich bereits bei einer ersten Kontaktaufnahme mit Händlern spürbare Preisnachlässe erzielen lassen. Wer hartnäckig bleibt, kann den Kaufpreis mitunter weiter drücken. Dementsprechend rät der ADAC derzeit in einer Pressemitteilung, im Autohaus zu verhandeln und aktiv nach Rabatten zu fragen.

Für die Untersuchung führten verdeckt auftretende Testkäufer Verkaufsgespräche zu 14 aktuellen Modellen von ebenso vielen Herstellern. Das Feld umfasste sowohl Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor als auch Elektroautos sowie Modelle aus unterschiedlichen Preissegmenten. Insgesamt hatten die Testkäufer mehr als 100 Gespräche geführt.

Bereits vor dem Besuch im Autohaus zeigten sich erste Preisnachlässe beim Konfigurieren der Fahrzeuge im Internet: Mercedes-Benz hat bereits hier einen Rabatt von 5.000 Euro beworben, bei BYD waren inklusive staatlicher Förderanteile bis zu 15.000 Euro Nachlass drin.

Die im Konfigurator aufgeführten Rabatte wurden bei Händlern vor Ort bestätigt. Im persönlichen Gespräch mit Autoverkäufern wurde auch bei den anderen Fahrzeugen und Händlern in der Regel Rabattbereitschaft signalisiert. In mehr als drei Viertel der Fälle wurden bereits die ersten Angebote mit Preisabschlägen schmackhaft gemacht. In weiteren Fällen ließ sich auf Nachfrage ein Nachlass erzielen.

Verschiedene Marken, andere Spielräume

Die Höhe variierte jedoch deutlich: Während bei Leapmotor im Schnitt nur rund 243 Euro gewährt wurden, lag der Preisvorteil bei BMW bei über 11.000 Euro. Bei erneuter Nachfrage zeigte sich, dass die Spielräume kleiner werden: Nur noch ein kleiner Teil der Verkäufer gewährte zusätzliche Abschläge. Dennoch konnten einzelne Käufer ihren Preis weiter reduzieren, im Schnitt etwa bei BMW um einige Hundert Euro. In Einzelfällen wurden auch bei der dritten Nachfrage noch kleinere Nachlässe eingeräumt.

Unterm Strich erhielten die Testkäufer in fast 90 Prozent der Fälle einen Rabatt. Zudem zeigte sich, dass sich ein Vergleich mehrerer Händler derselben Marke lohnen kann. Bei Toyota gab es beispielsweise über 21 Prozentpunkte „Rabattspanne“ – also Differenz zwischen größtem und kleinstem Nachlass. Die Spannbreite der gewährten Nachlässe fiel je nach Anbieter teils deutlich aus, während andere Marken eine eher einheitliche Rabattpolitik verfolgen.

Wo es im Test am meisten Nachlass gab

Die prozentual höchsten Rabatte bei Verbrennern gab es für:

  • Peugeot 3008 mit 18,4 Prozent (Online-Listenpreis inkl. Extras für Test: 45.756 Euro; im Durchschnitt gewährter Gesamtrabatt: 8.413 Euro)
  • MG ZS Hybrid+ mit 13,3 Prozent (Online-Listenpreis inkl. Extras für Test: 26.640 Euro; im Durchschnitt gewährter Gesamtrabatt: 3.530 Euro)
  • VW Golf Variant mit 11,8 Prozent (Online-Listenpreis inkl. Extras für Test: 45.325 Euro; im Durchschnitt gewährter Gesamtrabatt: 5.325 Euro)

Die prozentual höchsten Rabatte für Elektroautos – ohne Berücksichtigung der aktuellen E-Auto-Förderprämien – gab es für:

  • BYD Atto 2 mit 25,4 Prozent (Online-Listenpreis inkl. Extras für Test: 37.490 Euro; im Durchschnitt gewährter Gesamtrabatt, hier inklusive schon bei Konfiguration ersichtlicher Aktionsprämie: 9.520 Euro)
  • BMW iX1 mit 18,8 Prozent (Online-Listenpreis inkl. Extras für Test: 62.420 Euro; im Durchschnitt gewährter Gesamtrabatt: 11.739 Euro)
  • Skoda Elroq mit 14,1 Prozent (Online-Listenpreis inkl. Extras für Test: 49.550 Euro; im Durchschnitt gewährter Gesamtrabatt: 6.966 Euro)

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