ADAC-Reifentest: Alte Sieger, neue Vorwürfe

Anbieter zum Thema

Einen Monat später als gewohnt gab der ADAC die Ergebnisse seines Sommerreifentests bekannt. Aber trotz intensiver Nachprüfung gibt es neue Manipulationsvorwürfe.

Kreisbahn auf dem Contidrom: Hier testet auch der ADAC.(Foto:  Continental)
Kreisbahn auf dem Contidrom: Hier testet auch der ADAC.
(Foto: Continental)

Einen Monat später als gewohnt gab der Automobilclub ADAC die Ergebnisse seines Sommerreifentests bekannt. Nach den jüngsten Vorwürfen wegen der Manipulationsmöglichkeiten bei seinen Reifentests hatte sich der Club wohl entschlossen, diesmal alles besonders genau zu nehmen. Und so hat die Stiftung Warentest in den vergangenen Wochen Stichproben aus dem gesamten Testfeld nachgeprüft, um sicherzustellen, dass die am Markt erhältlichen Reifen der Qualität der Testreifen entsprechen. Resultat: Es gab keine auffälligen Unterschiede.

Im gemeinsamen Sommerreifentest von ADAC und Stiftung Warentest standen insgesamt 33 Reifenmodelle in den zwei verkaufsstärksten Dimension 195/65 R 15 V sowie in der Kleinwagen-Dimension 175/65 R 14 T im Wettbewerb.

Überraschung bei den Premiumreifen

Erster bei den 195er-Reifen ist der Goodyear Efficient Grip Performance.(Quelle:  ADAC)
Erster bei den 195er-Reifen ist der Goodyear Efficient Grip Performance.
(Quelle: ADAC)

Bei den 195ern überzeugten die Produkte von Goodyear, Dunlop, Hankook, Fulda, Nokian, Pirelli und Vredestein. Sie erhielten die Bewertung „gut“. Die Pneus von Semperit, Kumho und Michelin wurden aufgrund leichter Schwächen auf nasser Fahrbahn abgewertet und schnitten „befriedigend“ ab.

Bei den Reifen von Yokohama, Bridgestone und Continental schlugen Schwächen im Verschleiß durch. Sie erhielten ebenfalls das Urteil „befriedigend“. Interessant beim Conti Premium-Contact 5: Er erzielte in den Kriterien Nassbremsen und Nasshandling ein „sehr gut“, schnitt im Verschleiß aber sehr schlecht ab – ähnlich der Bridgestone. Insgesamt wurden in der Dimension 195/65 R15 V von den fünf besten Modellen auf nasser Fahrbahn drei Modelle wegen erhöhtem Verschleiß abgewertet. Der Zielkonflikt „Nassgriff versus Verschleiß“ zeigt sich in dieser Dimension besonders deutlich, kommentiert der ADAC.

Das Modell Apollo Alnac 4G konnte den verschärften ADAC-Schnelllauftest nicht bestehen, sodass es nur für das Urteil „ausreichend“ reichte. Apollo hatte bereits im Auto-Bild-Test Schwächen beim Schnelllauf gezeigt.

Conti in der kleinen Klasse in Front

Bei den 175er-Reifen setzte sich der Conti Ecocontact durch.(Quelle:  ADAC)
Bei den 175er-Reifen setzte sich der Conti Ecocontact durch.
(Quelle: ADAC)

In der Dimension 175/65 R14T konnten sich die Testmuster von Reifen von Continental, Hankook, Pirelli, Bridgestone, Falken und Nokian für das Prädikat „gut“ qualifizieren. Die Produkte von Firestone, Michelin, Barum und Vredestein wurden mit „befriedigend“ bewertet.

Auch der Goodyear-Reifen und der Semperit bekamen die Note „befriedigend“. Grund dafür war deren Fahrverhalten auf nasser Fahrbahn. Beim Avon ZT5 zeigen sich Schwächen auf trockener Fahrbahn sowie deutliche Probleme auf nassem Untergrund. Das Resultat: „ausreichend“. Die Produkte von Debica, Kormoran und Kleber zeigten alle sehr schwache Fahrleistungen auf nasser Fahrbahn. Sie wurden daher mit „mangelhaft“ benotet.

(ID:42619356)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung