Mini Agenturvertrieb startet am 1. Oktober

Von Silvia Lulei 3 min Lesedauer

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Der Agenturvertrieb für die Marke Mini startet in Deutschland am 1. Oktober 2024. Ab dann gelten bundesweit einheitliche Fahrzeugpreise, und die Kunden sollen von einem besseren Markenerlebnis profitieren.

Mini fährt mit hohem Tempo in Richtung Direktvertrieb. Ab dem 1. Oktober 2024 sind die Preise für die Mini-Modelle in ganz Deutschland gleich. Das bedeutet: keine Preisverhandlungen und kein Intra-Brand-Wettbewerb mehr.(Bild:  BMW)
Mini fährt mit hohem Tempo in Richtung Direktvertrieb. Ab dem 1. Oktober 2024 sind die Preise für die Mini-Modelle in ganz Deutschland gleich. Das bedeutet: keine Preisverhandlungen und kein Intra-Brand-Wettbewerb mehr.
(Bild: BMW)

Die BMW Group Deutschland wird den Vertrieb der Marke Mini planmäßig zum 1.10.2024 auf das echte Agenturmodell umstellen. Den Anfang machten bereits im ersten Halbjahr 2024 die Märkte Italien, Polen, Schweden, Norwegen und Finnland. Nach erfolgreicher Einführung in diesen fünf Märkten folgen zum 1. Oktober nun Deutschland und weitere europäische Märkte.

Markenerlebnis stärken

Jochen Goller, Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Kunde, Marken und Vertrieb, betont: „Die Umstellung auf einen Agenturvertrieb mit Retailpartnern ist ein zentraler Meilenstein in unserer vertrieblichen Neuausrichtung. Wir sehen die Zukunft des Vertriebs in Europa im Agenturmodell und sind davon überzeugt, dass unsere Kunden, die Handelsorganisation und wir als Hersteller hiervon profitieren werden.“ Der Kunde erhalte nun eine Preistransparenz durch landesweit einheitliche Preise je Mini-Modell. Darüber hinaus digitalisiert die BMW Group im Zuge der Umstellung auf das Agenturmodell den gesamten Kaufprozess. Kunden haben mit der Einführung die freie Wahl zwischen dem physischen Kauferlebnis im Autohaus vor Ort und dem digitalen Kauferlebnis über die Mini-Website. Sie sollen nahtlos zwischen beiden Welten hin- und herwechseln können. Ermöglicht werde dies durch eine durchgängig integrierte IT-Systemlandschaft. „Mit dem neuen Vertriebsmodell werden wir sowohl die Kundenzufriedenheit als auch das Markenerlebnis weiter stärken“, so Jochen Goller weiter.

Starkes Vertriebsnetz

Zugleich werde der Kunde auch in Zukunft wie gewohnt auf ein starkes Vertriebsnetz zurückgreifen können. Christian Ach, Leiter BMW Group Markt Deutschland, sagt: „Die BMW Group Deutschland setzt auch im neuen Vertriebsmodell auf die bestehende Mini-Handelsorganisation.“ Gemeinsam mit den Handelspartnern sei das neue Vertriebsmodell über einen längeren Zeitraum ausgestaltet worden. „Ich möchte unseren Retailpartnern unseren Dank aussprechen: Für die konstruktive Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Ziel, ein zukunftsfähiges Vertriebssystem zu etablieren“, so Ach.

Der Verband Deutscher BMW-Vertragshändler (VDB) sei ein konstruktiver Partner für die Entwicklung des neuen Vertriebssystems. Peter Reisacher, Vorstand des VDB, hebt hervor: „Die bisherige Umsetzung erfolgte partnerschaftlich und wir konnten Vorstellungen einbringen. Diese konstruktive Zusammenarbeit werden wir fortführen und gemeinsam Lösungen für alle noch offenen Themen erarbeiten.“ Die BMW Group nutze eine zentrale Stärke im Markt: eine sehr gut funktionierende und etablierte Handelsorganisation. Christian Ach ergänzt: „Wir sehen den persönlichen Kundenkontakt als einen wesentlichen Bestandteil in der Kundenbetreuung durch die Vertragshändler, welche somit weiterhin eine zentrale Rolle im Verkauf spielen werden.“

Intensive Vorbereitung

Ein Schwerpunkt bei der Einführung des neuen Vertriebssystems liege in der intensiven Vorbereitung. Eine so grundsätzliche Neuaufstellung im Vertrieb führe zu weitreichenden Veränderungen – sowohl beim Hersteller als auch bei den Handelspartnern. Die BMW Group Deutschland habe daher frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um sich optimal auf die veränderten Rahmenbedingungen vorzubereiten. Dabei sei vor allem das intensive Testing der Prozesse und der IT-Landschaft zu nennen, das aufgrund der Erfahrungen aus den ersten Märkten im Jahresverlauf noch mal optimiert worden sei. Man liege bei den Tests voll im Zeitplan und werden diese planmäßig abschließen. Neben dem Testing sei das Training der Mitarbeiter im Unternehmen und bei den Handelspartnern hervorzuheben.

Im Zuge der Umstellung auf den Agenturvertrieb wurden allein in Deutschland viele Hundert Mitarbeiter in mehrtägigen Trainings auf die neuen Prozesse und Systeme, aber auch dezidiert auf neue Rollen vorbereitet. Dem Testing und Training hätten umfangreiche Analysen zugrunde gelegen. Dieses tiefgreifende Verständnis für die zukünftige Aufteilung von Aufgaben und Verantwortung sei durch Business-Simulationen und das Durchspielen von Anwendungsbeispielen, die die realen Herausforderungen abgebildet hätten, erreicht worden. Mit dieser Weiterentwicklung des Vertriebsmodells würden nun ab dem 1.10.2024 alle Mini-Neufahrzeuge sowie junge Gebrauchtwagen im echten Agenturmodell verkauft. Bei der Marke BMW ist die Umstellung ab 2026 geplant.

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