Auszeichnungen AHG ehrt Automobilhistoriker mit Bronzebüsten

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 2 min Lesedauer

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Für Publikationen mit automobilhistorischer Relevanz und für Verdienste im Sinn der Fahrzeuggeschichte ehrt die AHG alljährlich jeweils eine Person mit der Metternich- bzw. mit der Maybach-Büste. Die Preisträger des Jahres 2025 sind Hendrik Medrow und Halwart Schrader.

Im Vordergrund Hendrik Medrow mit Metternich-Büste (rechts) und Thomas Schrader, Bruder von Halwart Schrader, mit Maybach-Büste. Im Hintergrund von links die Laudatoren Leif Rohwedder und Gerhard Placke sowie Jurypräsident Matthias Doht.(Bild:  AHG)
Im Vordergrund Hendrik Medrow mit Metternich-Büste (rechts) und Thomas Schrader, Bruder von Halwart Schrader, mit Maybach-Büste. Im Hintergrund von links die Laudatoren Leif Rohwedder und Gerhard Placke sowie Jurypräsident Matthias Doht.
(Bild: AHG)

Hameln am 3. Mai 2025: Im Museum der Hamelner Automobilgeschichte ehrt die Automobilhistorische Gesellschaft (AHG) die Autoren Hendrik Medrow und Halwart Schrader mit Büsten aus Bronze. Halwart Schrader erhält die Maybach-Büste für sein Lebenswerk, während Hendrik Medrow die Metternich-Büste für sein Buch „Von Blendern, Siegern, Sechszylindern – das staatliche DDR-Rennkollektiv 1951 bis 1957“ verliehen wird.

„Dieses Buch beschäftigt sich ausführlich mit den Menschen und Fahrzeugen des staatlichen Autorennteams der DDR, welches vor bald einem Dreivierteljahrhundert gegründet wurde und zunächst auf dem Flugplatz Berlin-Johannisthal, später bei EMW in Eisenach beheimatet war“, begründet die AHG ihre Entscheidung. Und weiter: „Fahrzeuge mit den Bezeichnungen R1, R2 und R3 starteten in den Klassen bis 1,5 und 2,0 Liter Hubraum des Formel-2-Reglements. Auf gut 330 Seiten beschreibt Hendrik Medrow Entstehung, Entwicklung und Auflösung des Rennkollektivs und dessen Fahrzeuge, wozu er mit wissenschaftlicher Tiefe Archive durchforstete. Vergleiche mit der internationalen, insbesondere mit der westdeutschen Konkurrenz zeigen, dass es Mitte der 1950er-Jahre nur einen ernstzunehmenden Konkurrenten gab: Porsche.“

Halwart Schrader gilt als der Begründer der deutschsprachigen Oldtimerpublizistik. Tätig als Autor und Übersetzer, stammen Fachbücher und Lexika wie „Die große Automobil-Enzyklopädie – 100 Jahre Geschichte, 2500 Marken aus 65 Ländern“, „Siegertypen bremsen nicht – die härtesten Autorennen der Jahre 1894 bis 1945“ und die Serie „Schrader-Typen-Chronik“, aber auch (mit Co-Autor) „Alternativ mobil – die Geschichte der E-Mobilität von 1891 bis morgen“ aus seiner Feder. Er ist Mitglied des Antique Automobile Club of America (AACA), der Society of Automotive Historians (SAH), der Guild of Motoring Writers und Gründungsmitglied der AHG. Für den 90-jährigen Halwart Schrader nahm sein Bruder Thomas Schrader in Hameln die Maybach-Büste entgegen.

Benannt sind die von der oberbayerischen Kunstbildhauerin Jeanette Nagel-Schmidt geschaffenen, rund 2,4 Kilogramm schweren Bronzebüsten nach dem Automobilhistoriker und AHG-Gründungsmitglied Michael Graf Wolff Metternich (1920 – 2018) bzw. nach dem Automobilpionier Wilhelm Maybach (1846 – 1929). Verliehen werden die Büsten stets im Rahmen des AHG-Frühlingstreffens, genannt Metternich-Tage. Um Autoren für die Metternich-Büste zu nominieren, können Belegexemplare an die AHG gesendet werden. Die Auswahl trifft eine Fachjury aus Mitgliedern der AHG. Nominierung und Auswahl möglicher Preisträger der Maybach-Büste behält sich die Jury vor.

Die Automobilhistorische Gesellschaft e.V. (AHG), gegründet 1997 in Berlin, ist ein Zusammenschluss von Fachleuten, die auf dem Gebiet der Fahrzeuggeschichte forschen und publizieren. In der AHG sind maßgeblich Historiker, Publizisten, Techniker, Dozenten, Chronisten, Archivare, Museumsbetreiber, Kuratoren und Privatsammler vertreten. Zitat aus der Website autogeschichte.com: „Die AHG ist wirtschaftlich wie politisch unabhängig und finanziert sich ausschließlich durch die Beiträge ihrer Mitglieder sowie durch Spenden.“ Derzeit zählt die AHG rund 110 Mitglieder.

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