Audi muss die ersten E-Trons wegen möglichem Wassereintritt zurückholen

Feuchtigkeit im Kabelbaum als Kurzschlussrisiko

| Autor: Jens Rehberg

Weltweit müssen 7.000 E-Tron-Modelle überprüft werden.
Weltweit müssen 7.000 E-Tron-Modelle überprüft werden. (Bild: Audi)

Erst vor knapp drei Monaten hat Audi mit den Auslieferungen des rein batteriebetriebenen E-Tron begonnen. Jetzt müssen die Fahrzeuge schon wieder in die Werkstatt – es besteht offenbar das Risiko, dass über einen Kabelstrang eingedrungenes Wasser unter Umständen bis ins Batteriesystem vordringen könnte. Wie ein Sprecher in Ingolstadt auf Nachfrage bestätigte, wird derzeit ein Rückruf in Deutschland vorbereitet. Weltweit seien rund 7.000 bereits an Kunden oder Vertriebspartner ausgelieferte E-Tron-Modelle betroffen – davon in Deutschland circa 2.300.

In bislang etwa zehn Fällen sei eine Warnmeldung des Fahrzeugs dokumentiert, die mit dem Eindringen von Feuchtigkeit in den Kabelbaum zusammenhängen könnte. In einem laut Audi sehr unwahrscheinlichen Fall könnte sich die Feuchtigkeit über das Niedrigvolt-Kabelgeflecht ihren langen Weg bis ins Batteriesystem bahnen und einen Kurzschluss auslösen, was wiederum ein potenzielles Brandrisiko darstellt. Dies sei jedoch noch in keinem Fall tatsächlich passiert. Zuvor würden Fahrer mehrfach über entsprechende Leuchten vor einem Problem mit der Elektrik gewarnt.

Den möglichen initialen Eintrittspunkt von schwallartig auftretendem Regenwasser wollte der Audi-Sprecher nicht näher spezifizieren.

Der Rückruf soll hierzulande im August anlaufen. Die entsprechende Arbeitsanweisung für die Servicepartner werde derzeit noch erstellt, daher wollte sich der Sprecher noch nicht zu den konkreten Abhilfemaßnahmen äußern.

Wie zuerst die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag berichtet hatte, ist ein entsprechender Rückruf in den USA bereits angelaufen. Die dortige Importeurstochter habe bestätigt, dass in den Vereinigten Staaten auf freiwilliger Basis etwa 540 E-Tron-SUVs in die Vetragswerkstätten geholt würden. Zudem müssen offenbar weitere rund 1.000 an den Handel ausgelieferte Einheiten überprüft werden.

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