Zukunft des Ladens Audi nennt Standort und Daten für „Charging Hub“

Autor: Thomas Günnel

Im Mai hatte Audi Ladestationen mit Lounges angekündigt. Jetzt nennt der der Autohersteller den ersten Standort und die technischen Daten zur elektrischen Powerstation.

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Unten laden, oben die Zeit verbringen: Die „Charging Hubs“ sollen Ladestopps in angenehme Pausen verwandeln.
Unten laden, oben die Zeit verbringen: Die „Charging Hubs“ sollen Ladestopps in angenehme Pausen verwandeln.
(Bild: Audi)

Ähnlich wie Tesla ein eigenes Netz an Ladesäulen errichtet, plant Audi sogenannte „Charging Hubs“. Hier sollen vor allem Fahrer der Marke ihre Fahrzeuge an reservierbaren HPC-Ladepunkten (HPC, High-Power-Charging) schnell laden können, die Wartezeit sollen sie in der rund 250 Quadratmeter großen Lounge überbrücken. Als erste Stadt soll im Herbst Nürnberg einen Lade-Hub erhalten.

Die Ladestationen basieren auf Containerwürfeln. In ihnen befinden sich auch die Stromspeicher: gebrauchte Lithium-Ionen-Batterien. Sie stammen aus zerlegten Entwicklungsfahrzeugen und treten hier ihr sogenanntes zweites Leben als Pufferspeicher für Gleichstrom an. Audi will so auf eine Infrastruktur mit Hochspannungszuleitung und Transformatoren verzichten. Die Würfel lassen sich einzeln aufstellen und bei Bedarf erweitern; zum Beispiel zu einem Charging Hub mit Lounge.

Die Ladestation funktioniert ab einer Anschlussleistung von elf Kilowatt pro Würfel, die über einen 400-Volt-Starkstromanschluss erfolgt. Der Hub ist transportabel „und kann in kurzer Zeit transportiert, installiert und an die jeweiligen Anforderungen vor Ort angepasst werden – weitestgehend unabhängig von den lokalen Netzkapazitäten“.

70 Schnellladungen täglich

Am Pilotstandort Nürnberg reichen laut Audi 200 Kilowatt Anschlussleistung in Summe aus, um drei Speichermodule mit einer Gesamtkapazität von 2,45 Megawattstunden kontinuierlich füllen und über Nacht aufladen zu können. Zusätzlich liefern Photovoltaikmodule auf dem Dach Strom. Mit dem Pufferspeicher sollen rund 70 Schnellladungen mit bis zu 300 Kilowatt Leistung am Tag möglich sein.

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Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE