Audi präsentiert unbemannte 24-Stunden-Annahmestation

Von Jakob Schreiner Autor Name

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Audi feiert seine „24h-Audi-Service-Station“ als nächsten Schritt im „Digital Retail“, den sich der Hersteller allerdings auch ordentlich bezahlen lässt. Dabei funktionieren die Automaten nach dem bereits bekannten Prinzipien und auch den Termin muss man weiterhin im Voraus buchen.

Die digitale Service-Station hat Audi gemeinsam mit einem Audi-Partner entwickelt.(Bild:  Audi)
Die digitale Service-Station hat Audi gemeinsam mit einem Audi-Partner entwickelt.
(Bild: Audi)

Audi bietet seinen Servicepartnern eine unbemannte Fahrzeugannahmestation an. An dem Automaten könnten Kunden ihren Fahrzeugschlüssel rund um die Uhr abgeben und nach erledigtem Auftrag wieder abholen, teilte die Volkswagen-Tochter am Freitag in Ingolstadt mit. Auch das Bezahlen der Rechnung kann an den Stationen erledigt werden. „Durch die digitale Serviceannahme reduzieren wir die Kapazitätsengpässe im Service“, wird Serviceleiter Raimund Thomandl in der Mitteilung zitiert.

„Unabhängig von den Öffnungszeiten des Autohauses“ soll der Kunde sein Fahrzeug abgeben können. Wenn der Händler seine Termine bereits online vergeben kann, stimmt das. Bietet er diesen Service nicht an, muss der Werkstatttermin und die Fahrzeugabgabe ganz altmodisch per Telefon im Voraus koordiniert werden – also nur so lange wie jemand erreichbar ist.

Im Prinzip funktioniert die „digitale Service-Station“ wie die etablierten DHL-Paketstationen oder bereits bekannte Angebote von entsprechenden Sicherheitssystem-Anbietern. Der Kunde muss über den Touchscreen des Automaten den Annahmeprozess abschließen und seinen Fahrzeugschlüssel in eine Art Schließfach legen. Ist das erfolgt, wird ein Serviceberater über die Schlüsselabgabe informiert. Über die abgeschlossene Reparatur wird der Kunde dann per SMS benachrichtigt. Außerdem erhält er einen Code, mit dem er das Schließfach wieder öffnen kann.

Die Automaten können insgesamt 60 Schlüssel fassen und würden den Händlern im Rahmen eines Paketes angeboten, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage von »kfz-betrieb« mit. Für den Automaten soll „eine fünfstellige Summe“ fällig sein. Zu den exakten Kosten wollte sich die Sprecherin nicht äußern. Allerdings tauchte in einem Online-Kommentar eine Summe von 69.000 Euro auf – die tatsächlichen Kosten lägen aber „mehr als 15% unter der genannten Summe“. Zusätzlich entstehen monatlich laufenden Kosten, die sich auf rund 500 Euro belaufen sollen. Neben der Soft- und Hardware sowie eine Schulung erhält der Händler dann ein „Ticket- und Service- Desk“, eine 24h-Notdiensthotline, Software-Updates, eine Notfallüberwachung mit Ferndiagnose sowie ein Rechnungsstellungstool.

Als zusätzliche Funktion können über die Terminals auch Ersatzfahrzeuge angemietet werden. Übernahme und Rückgabe erfolgen ebenfalls nach dem zuvor beschriebenen Prinzip, allerdings muss hier noch der Personalausweis und die Fahrerlaubnis per Videotelefonie geprüft werden. Außerdem ist eine Kreditkartenreservierung notwendig, um einen Mietvertrag am Automaten abzuschließen.

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