Zusatzgeschäft E-Roller Auf der Suche nach der Ideallinie

Von Jens Rehberg und Julia Mauritz 11 min Lesedauer

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Die Margen sind attraktiv, gleichwohl ist der Vertrieb von E-Rollern im Showroom kein Selbstläufer. »kfz-betrieb« hat in einem Autohaus und bei zwei Mehrmarken-Handelsgruppen nachgefragt, wie es so läuft.

Im Elektromobilitätszentrum von Seitz können die Kunden nicht nur E-Roller kaufen, sondern auch Seniorenmobile.(Bild:  Mauritz – VCG)
Im Elektromobilitätszentrum von Seitz können die Kunden nicht nur E-Roller kaufen, sondern auch Seniorenmobile.
(Bild: Mauritz – VCG)

Nach zwei Jahren zieht die Berliner Mehrmarkenautohaus-Gruppe Weller ihrem E-Roller-Geschäft den Stecker. Im April 2023 hatte Weller in dem Bestreben, „alles, was sich elektrisch bewegt“ zu verkaufen und zu warten und sich zum ganzheitlichen Mobilitätsanbieter zu entwickeln, die Marke Horwin mit in ihr Portfolio aufgenommen. Schon im ersten Jahr sollten sechs ausgewählte Pilotbetriebe rund 500 E-Roller, elektrische Motorräder und E-Kickscooter des österreich-chinesischen Herstellers verkaufen. Doch richtig auf Flughöhe kam das E-Roller-Geschäft nie. Zuletzt vermarktete die Gruppe rund 250 E-Roller jährlich. Aktuell werden an drei Standorten noch die Restbestände verkauft, dann halten wieder Autos in die ehemaligen Horwin-Showrooms Einzug.