Ausblick 2012: Fahren auf Sicht

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Stefan Schall, Geschäftsführer Renault Trucks Deutschland, rät Nutzfahrzeughändlern eher dazu, ihr Angebot breiter zu gestalten: „Da wir gerade in den letzten Jahren teilweise starke Schwankungen im Neuwagengeschäft gesehen haben, ist generell eine stärkere Fokussierung auf das Werkstattgeschäft als Ausgleich eine sinnvolle Maßnahme.“ Aus diesem Grund habe der Hersteller das Angebot seiner Serviceniederlassungen um Arbeiten an Anhängern, Aufliegern und Aufbauten erweitert.

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Vor allem beim Thema der alternativen Antriebe sieht Schall Renault Trucks für die Zukunft gerüstet. Denn in Frankreich erprobt der Hersteller bereits einige Lkw mit Elektroantrieb in der Praxis. „Dort profitieren insbesondere Elektrofahrzeuge von umfangreichen staatlichen Förderungsmöglichkeiten. Dies wäre für Deutschland in gleichem Maße wünschenswert.“

Bratzel: Ernüchterung bei Elektroautos positiv

Bei den Elektro-Pkws erlebt Stefan Bratzel derzeit eine Phase der Ernüchterung: „Und das bewerte ich sehr positiv, da wir wieder rationale Verhältnisse bekommen und nicht in Euphorie verfallen. Die Elektromobilität ist für mich zwar eine Revolution, aber eine, die nicht über Nacht kommt.“

Es gibt noch weitere Faktoren, die auf ein stabiles Autojahr 2012 hinweisen. Zum einen die Flut an neuen Modellen, welche die nationalen und internationalen Hersteller im kommenden Jahr in den Markt einführen, wie Prof. Dr. Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft anmerkt.

Ebenso ist 2012 das Jahr drei nach der Umweltprämie: „Die damals verkauften Fahrzeuge werden drei Jahre alt. Hier sehen wir eine Chance, interessante Fahrzeuge einzutauschen, die sicherlich ein attraktives Angebot darstellen“, sagt Peter Lorenzen von Autoscout 24.

Auch Matthias Wissmann erkennt die Chancen, die das neue Jahr mit sich bringt, schließt aber Turbulenzen nicht aus: „Wir erwarten mehr Gegenwind, 2012 wird ein hartes Arbeitsjahr. Wir sind dann zuversichtlich, wenn es gelingt, die Finanzmärkte zu stabilisieren. Wir gehen etwas vom Gas, aber halten das Tempo.“

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