Auto Scholz vergrößert Porsche-Marktgebiet

Autohausgruppe zählt jetzt insgesamt drei Porsche-Zentren

| Autor: Wolfgang Michel

In Bayreuth gibt es ein neues Porsche-Zentrum. Ende Mai geht das jüngste Autohaus der Auto-Scholz-Unternehmensgruppe in der Wagner-Festspiele-Stadt an den Start.
In Bayreuth gibt es ein neues Porsche-Zentrum. Ende Mai geht das jüngste Autohaus der Auto-Scholz-Unternehmensgruppe in der Wagner-Festspiele-Stadt an den Start. (Bild: Michel/»kfz-betrieb«)

Aller guten Dinge sind drei: Nach Bamberg und Nürnberg-Fürth-Erlangen hat Auto-Scholz nun ein weiteres Porsche-Zentrum im Portfolio. Am kommenden Samstag (20. Mai) weiht die Mehrmarken-Autohausgruppe im Rahmen einer VIP-Veranstaltung die neue Sportwagenrepräsentanz in Bayreuth offiziell ein. Am darauffolgenden Wochenende findet dann ein Tag der offenen Tür in der Wolfsbacher Straße 6 für alle Menschen in der Region statt.

Im Rahmen einer Pressekonferenz sprach Firmenchef Michael Eidenmüller diese Woche sichtlich stolz von einem „tollen Tag für die über 120 Jahre alte Unternehmensgruppe und deren über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Das neue Porsche-Zentrum Bayreuth nannte er die „Speerspitze am Unternehmensstandort in der Wagner-Festspielstadt“. Neben Porsche befinden sich auf dem jetzt über 60.000 Quadratmeter großen Auto-Scholz-Areal noch Vertriebs- und Servicestandorte der Marken Mercedes-Benz, Fuso, Smart und Volkswagen.

Als jüngster Teil der 1894 gegründeten Auto-Scholz-Unternehmensgruppe soll sich das Porsche-Zentrum Bayreuth ab sofort zur Anlaufstelle für alle Sportwagenenthusiasten in den Regionen Bayreuth, Pegnitz, Kulmbach, Kronach, Hof, Münchberg sowie Wunsiedel und Marktredwitz entwickeln. Ob Neuwagen, Gebrauchtwagen oder Service – im derzeit neuesten Porsche-Zentrum Deutschlands erwartet Kunden und Interessenten auf einer Grundstücksfläche von rund 10.500 Quadratmetern alles, was die Zuffenhausener Sportwagenmarke derzeit zu bieten hat.

25 Neuwagen finden im Ausstellungsraum Platz, 40 Gebrauchtfahrzeuge auf den Verkaufsflächen im Außenbereich. Elf Werkstattarbeitsplätze inklusive Dialogannahme und zwei Wasch- und Aufbereitungsplätze stehen für den Service parat. Ein großzügiges Vordach sorgt dafür, dass alle Kunden trockenen Fußes ihr Auto bringen und abholen können. Im Ausstellungsraum ist eine überdimensionale digitale Videowand installiert, die der Hersteller deutschlandweit direkt mit Produktfilmen bespielt. Das Autohaus kann aber auch eigene digitale Inhalte präsentieren und zudem TV-Übertragungen realisieren. So lässt sich der Ausstellungsraum zum Beispiel zur nächsten Fußballweltmeisterschaft oder für das kommende 24-Stunden-Rennen von Le Mans zur stimmungsvollen Event-Location umgestalten.

Sportwagenfans fahren das Autohaus direkt über die A9-Anschlussstelle Bayreuth-Süd an. Auf dieser Autobahn fahren täglich über 60.000 Fahrzeuge direkt am neuen Porsche-Zentrum vorbei. Wer es betritt, trifft auf moderne Technik. Ob Regenwasserrückhaltebecken, Wärmepumpen und Gasthermen, LED-Lichttechnik oder Photovoltaik auf dem Dach – der Bauherr hat die Zukunft im Visier: Ab 2020 sollen die Kunden hier auch ihren Elektro-Porsche „Mission E“ an ausreichend vielen Ladesäulen rasch aufladen können.

Rund zwölf Millionen Euro Gesamtinvestition

Geschäftsführer des Porsche-Zentrums in Bayreuth ist Michael Reichwald. Er verantwortet bereits seit sieben Jahre das Porsche-Zentrum Bamberg: „Mein Team und ich werden unser Bestes geben, um im neuen Porsche-Zentrum eine exzellente Beratung und hervorragenden Service zu bieten. Denn wir sind erst dann am Ziel, wenn unsere Kunden und Interessenten nicht nur zufrieden, sondern von unserer Leistung ganz und gar begeistert sind. Wir wollen eine Begegnungsstätte für alle Sportwagenfahrer in Bayreuth schaffen.“

Damit in Sachen Begeisterung und Begegnung bei Kunden und Mitarbeitern alles klappt, steht dem Geschäftsführer ein echtes Auto-Scholz-Eigengewächs zur Seite. Kevin Richter hat seine Autohauskarriere bei Auto-Scholz gestartet, seit vielen Jahren ist er ein ausgewiesener Porsche-Profi. Als Markenverantwortlicher lenkt er in Bayreuth die operativen Geschicke in Verkauf und Service und ist erster Ansprechpartner für die 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Knapp sechs Millionen Euro hat Michael Eidenmüller in Grundstück und Neubau investiert. Dieselbe Summe kommt noch einmal bezüglich des Umlaufvermögens (Fahrzeuge/Ersatzteile etc.) hinzu. Verteuert hat sich das Ganze, da das Grundstück tiefergelegt werden musste und die Bagger dabei auf Sondermüll gestoßen sind. Alte Teerbrocken mussten kostspielig entsorgt werden. Die Altlasten kamen bei den im Vorfeld durchgeführten Bodenproben nicht zum Vorschein. Aber selbst das brachte Michael Eidenmüller nicht aus der Ruhe.

Als Chefplaner sagt er heute: „Man baut für die nächsten 20 Jahre. Da sollte nicht gemurkst, sondern perfekt gebaut werden. Nur dann macht Bauen am Ende auch Spaß.“ Die Bauarbeiten hat ein Generalbauunternehmer in Zusammenarbeit mit Firmen aus der Region durchgeführt – schließlich sollen einige Auftragnehmer künftig auch Porsche fahren. Baubeginn war am 1. Februar 2016, die Sondermüllproblematik hat den ursprünglich geplanten Eröffnungstermin von Weihnachten in den Mai verlagert.

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