Autohaus Krüll: Ein wendiges Schiff
Die Hamburger Mehrmarkenautohausgruppe Krüll ist mit der Marke Ford groß geworden. Die beiden Geschäftsführer legen großen Wert darauf, dass die einzelnen Betriebe eigenständig agieren.
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Als der Hamburger Unternehmer Carl Krüll im Jahr 1934 seiner Frau verkündete, den erfolgreichen Handel mit Getreide aufzugeben, um in das Automobilgeschäft einzusteigen, erntete er vor allem eines: Unverständnis. Denn wie sollte ein Kaufmann, der keinerlei technisches Verständnis mitbrachte, einen Reparaturbetrieb leiten? Carl Krüll setzte sich dennoch durch und erwarb einen Ford-Betrieb. Eine weise Entscheidung, wie sich schon bald herausstellen sollte.
Vorreiter in Sachen Leasing
Seine Söhne Hans-Jürgen und Peter Krüll setzten ihre visionären Ideen ebenfalls in die Tat um: So gehörte das Autohaus Krüll in den sechziger Jahren zu den ersten, die sich mit Leasing befassten. Die Idee dazu kam den beiden Geschäftsführern während einer Reise durch die USA, wo das Leasing bereits gängige Praxis war. Mit ihrem unternehmerischen Weitblick bauten sie das Hamburger Familienunternehmen zum zweitgrößten Ford-Händler in Deutschland aus.
Nach und nach gesellten sich weitere Marken und Betriebe dazu. Heute zählen elf eigene Autohäuser zur Gruppe. Sie vertreiben die Marken Citroën, Fiat, Ford, Honda, Jaguar, Land Rover, Nissan, Opel, Peugeot, Renault und Volvo. Dazu kommen rund 50 Partnerbetriebe im gesamten Bundesgebiet. Die 580 Mitarbeiter der Krüll-Gruppe erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro und lieferten mehr als 18.000 Fahrzeuge aus.
„Krüll ist eine starke Marke mit eigenständigen Markenwelten“, erklärt Stephan Krüll, der die Geschicke des Unternehmens heute gemeinsam mit seinem Cousin Christian Krüll in der dritten Generation leitet.
Monatliche Mobilität verkaufen
Für eine Automobilhandelsgruppe dieser Größe ist es eine besondere Herausforderung, die Kunden rundum zufrieden zu stellen.
Daher legen die beiden jungen Geschäftsführer großen Wert darauf, dass der familiäre Flair eines inhabergeführten Unternehmens nicht verloren geht: „Wir bieten unseren Kunden die Vorteile einer großen Gruppe, beispielsweise sehr gute Konditionen – allerdings ohne dabei der ‚Billig-Jakob‘ zu sein.
Gleichzeitig stellen wir durch operativ eigenständig agierende Betriebe sicher, dass die Kundennähe erhalten bleibt“, erklärt Stephan Krüll.
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