VDIK-Jahresbilanz Auto-Importeure fordern längere E-Auto-Förderung

Von Doris S. Pfaff 1 min Lesedauer

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Auch wenn die Absatzzahlen in 2023 wieder stiegen, von ihrem Vorkrisenniveau sind die internationalen Autohersteller und Importeure in Deutschland weit entfernt. Die Lieferketten haben sich erholt, nun schwächelt die Nachfrage. Um E-Autos auf die Spur zu bringen, muss die Bundesregierung langfristige Förderpläne vorlegen, forderte der VDIK.

Die internationalen Autohersteller und Importeure konnten ihre Pkw-Neuzulassungen in Deutschland 2023 um sieben Prozent auf 2,85 Millionen steigern. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die internationalen Autohersteller und Importeure konnten ihre Pkw-Neuzulassungen in Deutschland 2023 um sieben Prozent auf 2,85 Millionen steigern.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Im Jahr 2023 konnten die internationalen Autohersteller in Deutschland ihren Absatz auf rund 2,85 Millionen Neufahrzeuge steigern. Der Importanteil liegt bei 39 Prozent. Das sind 7 Prozent mehr Pkw als 2022, das Niveau der Vorkrisenjahre sei aber immer noch nicht erreicht. 2024 werde ähnlich abschließen. Diese Bilanz legte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) am Dienstag, 5. Dezember, in Frankfurt am Main vor.

Auftragseingänge schwächeln

„Der Pkw-Markt erholt sich 2023, aber auf einem niedrigen Niveau. Auch die Anspannung in den Lieferketten ist teilweise gewichen. Getragen wurde der Markt allerdings vorwiegend vom Abbau des hohen Auftragsbestands, während die Auftragseingänge schwächeln. Unsere Freude über die leichte Erholung in diesem Jahr ist nicht ungetrübt. Denn der deutsche Pkw-Markt pendelt sich nun im vierten Jahr in Folge deutlich unter dem Niveau der Vorkrisenjahre ein“, sagte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel.

Auch die Verkaufszahlen für reine E-Autos Autos steigen, aber seit der Kürzung des auslaufenden Umweltbonus deutlich langsamer. Der Absatz von Plug-in-Hybriden, für die es seit Jahresbeginn keine Förderung mehr gibt, sei um 53 Prozent eingebrochen. Ihr Anteil am Gesamtmarkt sinke auf 6 Prozent, 2022 waren es 14 Prozent. Der Anteil der vollelektrischen Fahrzeuge stieg um 16 Prozent auf 545.000 Einheiten. Ihr Anteil am Gesamtmarkt liegt damit bei 19 Prozent.

Um den Hochlauf der Elektromobilität und damit die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, brauche es jedoch bessere Rahmenbedingungen und auch eine Verlängerung des Umweltbonus, der Ende 2024 ausläuft. Zirpel verlangte außerdem deutlich mehr Tempo beim Ausbau der E-Ladeinfrastruktur. Darauf müsse die Bundesregierung ihre Priorität setzten und ein langfristiges Gesamtkonzept für finanzielle Anreize vorlegen. Zirpel: „Der Markt braucht mehr denn je Klarheit über die Perspektive der Elektromobilität.“

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