Automobilbarometer 2024 Autokauf wird als finanzielles Risiko wahrgenommen

Von Silvia Lulei 2 min Lesedauer

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Steigende Unterhaltskosten, höhere Neuwagenpreise und sinkende Kaufkraft hemmen die Verbraucher beim Autokauf, wie eine Studie von Consors Finanz zeigt.

Der Autokauf will gut überlegt sein. Viele Verbraucher zögern angesichts gestiegener Fahrzeugpreise und höherer Unterhaltskosten.(Bild:  Bild von senivpetro auf Freepik)
Der Autokauf will gut überlegt sein. Viele Verbraucher zögern angesichts gestiegener Fahrzeugpreise und höherer Unterhaltskosten.
(Bild: Bild von senivpetro auf Freepik)

Die Kosten für ein Auto belasten das Budget der Verbraucher immer stärker. Das ist das Ergebnis des Automobilbarometers 2024 „Motorists are in a fog“ von Consors Finanz. 86 Prozent der Deutschen und der Befragten weltweit sagen, dass Benzin in jüngster Zeit immer teurer geworden ist, neun von zehn Deutschen (weltweit 85 %) monieren gestiegene Stromkosten. Wartungs- und Reparaturkosten sind nach Einschätzung von 67 Prozent der Deutschen (75 % weltweit) gestiegen und der Neuwagenpreis hat sich für 66 Prozent gefühlt erhöht (71 % weltweit). Auch die Zukunft schätzen die Verbraucher nicht rosig ein: Drei Viertel der Befragten in Deutschland und weltweit, die Preissteigerungen wahrgenommen haben, rechnen mit weiteren Anstiegen in den kommenden fünf Jahren. Viele Verbraucher verunsichert diese Entwicklung.

Tatsächlich will nur ein Viertel der Deutschen in absehbarer Zukunft ein neues Auto kaufen (23 % weltweit). 34 Prozent schließen den Kauf in nächster Zeit sogar komplett aus (36 % weltweit). Finanzielle Aspekte spielen bei diesem Zögern eine große Rolle. 45 Prozent der deutschen Befragten befürchten, dass Benzin oder Strom sie zu viel kosten werden (40 % weltweit), 26 Prozent empfinden die Ausgaben für den Unterhalt als zu hoch (35 % weltweit). Rund ein Drittel der befragten Deutschen (35 % weltweit) glaubt, aktuell generell nicht die Kaufkraft für eine Anschaffung zu haben.

Ein Großteil der Verbraucher ist verunsichert.(Bild:  Consors Finanz)
Ein Großteil der Verbraucher ist verunsichert.
(Bild: Consors Finanz)

Die jüngsten politischen Entscheidungen verstärken die finanzielle Unsicherheit. Die Bundesregierung hat Ende vergangenen Jahres – früher als bisher geplant – beschlossen, alle staatlichen Zuschüsse für den Kauf von E-Autos zu streichen. Dabei erhoffen sich die Befragten bei der Umstellung auf neue, umweltfreundliche Technologien sogar mehr finanzielle Unterstützung durch Staat und Hersteller. Sieben von zehn befragten Deutschen (79 % weltweit) halten eine staatliche Förderung für absolut notwendig. Dabei war die bisher gewährte Unterstützung nur in den Augen von 44 Prozent der Deutschen ausreichend (weltweit 55 %). Die Entscheidung der Regierung geht damit deutlich an den Bedürfnissen der Käufer vorbei. Die Verbraucher sehen auch die Hersteller in der Pflicht: 45 Prozent (42 % weltweit) der Deutschen sind der Ansicht, dass die Industrie günstigere Autos herstellen sollte.

„Das Automobilbarometer zeigt, dass die Verbraucher die Kosten zur Anschaffung und zum Unterhalt des Autos nur noch schwer einschätzen können. Der Kauf wird mehr denn je als finanzielles Risiko wahrgenommen. Dabei sind viele weiterhin auf ein Auto angewiesen“, kommentiert Bernd Brauer, Head of Mobility von Consors Finanz.

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