Autoscout 24: Preiserhöhungen treiben Gewinn

Von Dr. Martin Achter Autor Name

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Mehr Einnahmen aus dem Geschäft mit Händlern: Der Onlinemarktplatz Autoscout 24 hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel steigern können. Kopfzerbrechen bereiten dem Unternehmen aber neue Wettbewerber.

(Bild:  Autoscout 24)
(Bild: Autoscout 24)

Preiserhöhungen und der Verkauf von Dienstleistungen wie Topinserate haben Autoscout 24 im vergangenen Jahr einen deutlich höheren Gewinn beschert. Unterm Strich blieb bei der Automobilsparte des Münchener Anzeigenportalbetreibers Scout 24 ein Plus von 86 Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stehen, wie das Unternehmen am Mittwoch unter Berufung auf seinen Geschäftsbericht 2017 mitteilte. Dies entsprach einem Anstieg von knapp 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg demnach um rund 15 Prozent auf 175 Millionen Euro.

Wesentlicher Grund für das Wachstum sei gewesen, dass Autoscout 24 mit der bestehenden Händlerbasis mehr Geld habe einnehmen können, teilte das Unternehmen mit. Diese Entwicklung sei auf „Preiserhöhungen für Basisverträge sowie auf eine zunehmende Penetration der Sichtbarkeitsprodukte zurückzuführen“, also etwa auf Fahrzeuginserate mit Topplatzierungen. In Deutschland hatte Autoscout 24 im Gesamtjahr durchschnittlich 25.300 Händlerpartner, was einem Zuwachs von mehr als acht Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach.

Der Fahrzeugbestand auf der Plattform habe 2017 im Schnitt 1,2 Millionen Fahrzeuge umfasst und sei damit im Vergleich zum Vorjahr „auf konstant hohem Niveau“ geblieben, erklärte Autoscout 24. „Die zweite Marktposition in Deutschland konnte somit erfolgreich aufrechterhalten werden.“ In den Benelux-Staaten und Italien sei das Unternehmen gemessen an der Zahl der Inserate nach wie vor Marktführer.

Als Risiko für sein Automobilanzeigengeschäft bewertet Scout 24 den Eintritt neuer Wettbewerber in das Geschäftsfeld. Zwar habe Autoscout 24 seine Marktposition 2017 durch neue Funktionalitäten stärken können, unter anderem durch die Fahrzeugpreisbewertung; hier sei das Unternehmen „First-Mover im deutschen Markt“ gewesen, zu einem Zeitpunkt als der US-Anbieter Car Gurus mit seiner Plattform in Deutschland gestartet sei. Allerdings bestehe in dem wettbewerbsintensiven Umfeld der Plattformen weiterhin das grundsätzlich Risiko, dass Händlerkunden zu anderen Anbietern mit anderen Geschäftsmodellen abwandern könnten.

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