Bauer: „Audi prüft Agenturmodell“

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Martin Achter / Martin Achter

VW-Händler verkaufen die neuen E-Modelle wie den ID 3 im Auftrag des Herstellers. Einen ähnlichen Weg könnte künftig auch Audi gehen, wie Deutschland-Vertriebschef Christian Bauer sagt. Bei weiteren Zukunftsprojekten der Marke hakt es stellenweise.

Stimmt ein Agenturmodell für den Vertrieb von Elektrofahrzeugen bereits mit dem Handel ab: Christian Bauer, Leiter Händlervertrieb Deutschland bei Audi.
Stimmt ein Agenturmodell für den Vertrieb von Elektrofahrzeugen bereits mit dem Handel ab: Christian Bauer, Leiter Händlervertrieb Deutschland bei Audi.
(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Hinweis: Dieses Interview wurde noch vor der Zuspitzung der Corona-Krise geführt.

Redaktion: Herr Bauer, 2018 war für Audi – bedingt durch WLTP – ein schwieriges Jahr. 2019 machte die Marke wieder Boden gut. Was für ein Geschäft erwarten Sie im Gesamtjahr 2020 auf dem deutschen Markt?

Christian Bauer: Die erste Jahreshälfte 2019 verlief für uns sehr anspruchsvoll – hier spürten wir noch die Auswirkungen der WLTP-Umstellung. Gleichzeitig haben wir unser gesamtes Produktportfolio verjüngt. Zum Jahresende 2019 konnten wir dadurch positive Effekte generieren, insbesondere bei den Auslieferungen. Wir sind stolz auf ein Gesamtwachstum um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2020 wird wieder anspruchsvoll: Der VDA rechnet bislang mit einem Absatzrückgang von vier Prozent. Dem negativen Trend für den Gesamtmarkt werden wir uns nicht entziehen können. 2020 führen wir die neue Generation des Audi A3 ein. Mit Blick auf Corona ist noch zu früh, konkrete Aussagen zur weiteren Entwicklung der Lage und zu den langfristigen Auswirkungen des Geschäfts zu treffen