Bauer: „Seat hält Kurs auf die 100.000“

Autor / Redakteur: Das Gespräch führten Wolfgang Michel und Christoph Seyerlein / Christoph Seyerlein

2016 soll der Absatz von Seat in Deutschland erstmals sechsstellig ausfallen. Dabei setzt die Marke auf ihr erstes SUV, den Seat Ateca. Viel Arbeit steht Geschäftsführer Bernhard Bauer beim Thema Eigenzulassungen ins Haus.

Bernhard Bauer erhofft sich vom Seat Ateca einen weiteren Absatzschub für die Marke.
Bernhard Bauer erhofft sich vom Seat Ateca einen weiteren Absatzschub für die Marke.
(Foto: Seyerlein)

Redaktion: Seat hat 2015 knapp 95.000 Neuzulassungen geschafft. Sind Sie rückblickend zufrieden mit dem Jahr?

Bernhard Bauer: Wir sind sehr zufrieden. Das letzte Jahr war für uns ein Brückenjahr, wir hatten kein komplett neues Produkt, sondern haben einige Modelle nur aufgefrischt. Unsere Händlernetzentwicklung läuft auf Hochtouren, wir haben fast 95.000 neue Autos verkauft, jetzt nehmen wir Kurs auf die 100.000.

Allerdings fiel das Plus 2015 mit 1,7 Prozent deutlich unterdurchschnittlich aus – national waren es plus 5,6 Prozent. Wie kann das sein angesichts der Produktaufwertungen bei den Modellen wie Ibiza und Alhambra?

Der Ibiza ist mittlerweile im achten Modelljahr, da kommen die Impulse trotz der Überarbeitung weniger zum Tragen. Dennoch haben wir bei ihm das Vorjahresniveau gehalten, darüber bin ich sehr glücklich. Außerdem haben wir nach dem Frühjahr die Produktion des Altea eingestellt, wir hatten also ein Auto weniger auf dem Markt. Das spüren wir auch jetzt noch. Wir können das erst ausgleichen, wenn die neuen Modelle anlaufen. Wir haben aber sauber geplant – ich bin sicher, dass wir unseren Marktanteil von drei Prozent weiter halten werden.