177377,197835 Baywa trennt sich vom Autohandel

Redakteur: Gerd Steiler

Der Münchner Agrarkonzern gibt den Geschäftsbereich Autohandel mehrheitlich an die deutsche Raiffeisen-Warenzentrale und an die ZG Raiffeisen ab. Baywa-Vorstandschef Klaus Josef Lutz (vorn) spricht angesichts rückläufiger Absatzzahlen von einer „sinnvollen Lösung“.

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Für Vorstandschef Klaus Josef Lutz (vorn) gehört der Autohandel nicht zu den „definierten Kerngeschäften“ der Baywa: „Wir haben jetzt für alle Beteiligten eine sinnvolle Lösung geschaffen, nach der wir schon seit einiger Zeit gesucht haben.“
Für Vorstandschef Klaus Josef Lutz (vorn) gehört der Autohandel nicht zu den „definierten Kerngeschäften“ der Baywa: „Wir haben jetzt für alle Beteiligten eine sinnvolle Lösung geschaffen, nach der wir schon seit einiger Zeit gesucht haben.“
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Baywa AG (München) wird den Geschäftsbereich Autohandel mehrheitlich an die deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH (DRWZ) und an die ZG Raiffeisen eG (Karlsruhe) abgeben.

Wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte, sollen die ausschließlich in Baden-Württemberg und Franken angesiedelten AHG/BAG-Autohäuser der Baywa künftig als Unternehmen des genossenschaftlichen Verbundes geführt werden. Die ehemaligen Autohäuser sollen sich über das bestehende Geschäft hinaus „Synergien mit der Autohandelsgesellschaft der DRWZ erschließen“, heißt es.

„Wir haben hier für alle Beteiligten eine sinnvolle Lösung geschaffen, nach der wir schon seit einiger Zeit für den Autohandel gesucht haben“, erklärte Baywa-Vorstandschef Klaus Josef Lutz. Lutz hatte den Automobilbereich bereits Ende März dieses Jahres zur Disposition gestellt (wir berichteten): „Der Autohandel gehört nicht zu den definierten Kerngeschäften unseres Unternehmens. Wenn wir dafür eine vernünftige Lösung finden, könnten wir uns vorstellen, uns davon zu trennen“, sagte der Vorstandschef damals.

Autoabsatz stagniert

Der Geschäftsbereich Autohandel hatte nach Angaben der Baywa 2008 aufgrund der ab Jahresmitte rückläufigen Absatzentwicklung stagniert. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die Autohandelstöchter noch insgesamt 250 Millionen Euro. Für das laufende Jahr rechnet die Baywa laut Geschäftsbericht mit einem rückläufigen Umsatz und Ergebnis.

An den insgesamt 29 Standorten der AHG/BAG-Autohäuser, die im Jahr 2002 im Rahmen der Fusion mit der WLZ aus Baden-Württemberg in den Baywa-Konzern integriert wurden, sind rund 600 Mitarbeiter beschäftigt. Die Betriebe verkaufen die Marken BMW/Mini, VW, Audi, Fiat, Alfa Romeo, Peugeot und Land Rover. Für die Mitarbeiter und Kunden der Autohäuser werde es keine Änderungen geben - Service und Ansprechpartner blieben unverändert, heißt es in der Mitteilung weiter.

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