Seit seiner Weltpremiere im Herbst 1996 steht der Berlingo für eine Kombination aus praktischer Nutzbarkeit, großzügigem Raumangebot und innovativer Technik – Eigenschaften, die ihn gleichermaßen bei Familien, Gewerbetreibenden und Flottenkunden beliebt machten.
Eines von drei Berlingo-Konzeptfahrzeugen der 1. Generation: Der Grand Large ging als Berlingo Multispace in Serie und stand für den hohen Freizeitwert des neuen Hochdachkombi.
(Bild: Citroën)
1996 feierte er Premiere: Der Citroën Berlingo gehört zweifelsohne zu den prägenden Fahrzeugen im Segment der Hochdachkombis, steht er doch für eine gelungene Kombination aus praktischer Nutzbarkeit und großzügigem Raumangebot bei ziemlich kompakten Außenmaßen und moderaten Preisen – Eigenschaften, die ihn gleichermaßen bei Familien, Gewerbetreibenden und Flottenkunden beliebt machten. Dabei hat die Idee eines kompakten und vielseitigen Nutzfahrzeugs bei Citroën jedoch eine deutlich längere Tradition. Bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte die Marke Transportlösungen für kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe. Fahrzeuge wie der AZU, die Acadiane oder später der C15 wurden zu festen Größen im europäischen Wirtschaftsleben. Diese Modelle verband eine gemeinsame Philosophie: maximale Funktionalität bei minimalen Betriebskosten. Große Ladevolumen, robuste Technik und einfache Wartung machten sie zu vielseitigen Alltagsbegleitern.
Doch mit dem Berlingo ging Citroën schließlich einen entscheidenden Schritt weiter: Statt eines reinen Nutzfahrzeugs entstand ein Modell, das konsequent sowohl als Transporter als auch als komfortables Alltagsauto konzipiert wurde. Der Erfolg gab dem Konzept recht. Seit 1996 wurden weltweit mehr als drei Millionen Berlingo verkauft, womit das Modell zu den erfolgreichsten Fahrzeugen in der Geschichte der Marke zählt. Über vier Generationen hinweg entwickelte sich der Berlingo kontinuierlich weiter – technisch, gestalterisch und funktional. Heute reicht das Angebot von klassischen Nutzfahrzeugvarianten bis zu vollelektrischen Versionen.
Die „Kastenente“ als Urvater praktischer Transporter
Der AZU zählt zu den wichtigsten französischen Nutzfahrzeugen der frühen Nachkriegszeit und gilt als einer der direkten Vorläufer moderner kompakter Transporter. Er wurde ab 1951 auf Basis der legendären 2CV entwickelt und richtete sich gezielt an Händler, Handwerker und kleine Betriebe, die ein günstiges, robustes und vielseitiges Fahrzeug benötigten. Die Konstruktion folgte dem gleichen Prinzip wie die 2CV: geringes Gewicht, einfache Technik und hohe Alltagstauglichkeit. Gleichzeitig bot der AZU durch seinen geschlossenen Kastenaufbau ein deutlich größeres Ladevolumen als der Pkw. Mit einer Nutzlast von rund 250 Kilogramm und einer großen Heckklappe war der AZU ideal für Lieferdienste und Gewerbetreibende geeignet. Besonders in Frankreich war der AZU ein Standardfahrzeug der Postzustellung. Seine robuste Federung sorgte zudem dafür, dass auch auf schlechten Straßen empfindliche Ladung sicher transportiert werden konnte. Bis Ende der 1970er-Jahre hinein blieb die „Kastenente“ ein vertrauter Anblick im europäischen Straßenbild und etablierte bei Citroën früh die Idee eines kompakten, funktionalen Nutzfahrzeugs mit maximaler Raumeffizienz.
Acadiane – der Übergang in eine neue Generation
Ende der 70er-Jahre modernisierte Citroën sein Konzept der kleinen Nutzfahrzeuge mit der Einführung der Acadiane. Der Name ist ein Wortspiel: „Acadiane“ ist eine Kombination aus zwei Begriffen: AK – die interne Bezeichnung der 2CV-Kastenwagen und Dyane – das Pkw-Modell, auf dem sie technisch basiert. So entstand der ungewöhnliche Name Acadiane. Das Modell wurde 1978 vorgestellt und basierte technisch auf der Citroën Dyane, die ihrerseits eine Weiterentwicklung der 2CV war. Die Acadiane kombinierte die bekannte, robuste Technik mit einem neu gestalteten Kastenaufbau und verbesserter Ergonomie. Mit einer Nutzlast von bis zu 475 Kilogramm und einem Ladevolumen von rund 2,3 Kubikmetern bot sie deutlich mehr Transportkapazität als ihre Vorgänger. Auch in puncto Fahrkomfort und Bedienbarkeit machte die Acadiane einen Schritt nach vorn. Verbesserte Sitze, eine modernisierte Innenausstattung und ein stärkerer Zweizylindermotor machten sie zu einem alltagstauglichen Arbeitsfahrzeug für unterschiedlichste Einsatzzwecke. Bis zur Einstellung der Produktion im Jahr 1987 wurden mehr als 250.000 Exemplare gebaut. Die Acadiane markiert in der Citroën-Historie den Übergang von den klassischen, sehr einfachen Nutzfahrzeugen der 2CV-Ära zu moderneren Konzepten – und damit auch einen wichtigen Entwicklungsschritt auf dem Weg zum Berlingo.
C15 – der europäische Bestseller
Mit der Einführung des C15 im Jahr 1984 gelang der Marke einer der größten Erfolge im Bereich kompakter Nutzfahrzeuge. Das Fahrzeug basierte technisch weitgehend auf dem Visa, erhielt jedoch einen vollständig neu konstruierten Kastenaufbau und eine vom BX abgeleitete Hinterachse. Auch ohne Hydropneumatik sorgte sie für einen guten Fahrkomfort. Mit einer Nutzlast von bis zu 600 Kilogramm und einem Ladevolumen von rund 2,7 Kubikmetern bot der C15 für seine Größe gute Transportkapazitäten. Allen voran die genügsamen Dieselmotoren sowie die einfache Wartung machten ihn zu einem idealen Fahrzeug für kleine und mittlere Unternehmen. Viele Exemplare schafften Laufleistungen von 400.000 bis 500.000 Kilometern. Der C15 entwickelte sich schnell zu einem europaweiten Bestseller. Insgesamt wurden mehr als 1,18 Millionene Einheiten produziert, bevor das Modell im Jahr 2005 endgültig auslief. Seine große Verbreitung und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machten ihn zu einem wichtigen Wegbereiter für den späteren Berlingo.
Stand: 08.12.2025
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Berlingo – der Begründer eines neuen Segments
Als Citroën 1996 den Berlingo präsentierte, war das Fahrzeug ein Novum. Er verband die Eigenschaften eines kompakten Transporters mit der Alltagstauglichkeit eines Pkw – und begründete damit maßgeblich das Segment der Hochdachkombis. Damit war der Berlingo das erste echte „Dual Use“-Konzept. Hier verfolgte der Hersteller erstmals konsequent die Idee, Nutzfahrzeug und Familienauto auf derselben Plattform anzubieten. Das war Mitte der 90er-Jahre ungewöhnlich – heute ist es Standard. Die erste Generation (1996–2008) zeichnete sich durch ihre ungewöhnliche Karosserieform mit hohem Dach, kurzer Motorhaube und großem Laderaum aus. Charakteristisch waren auch die seitlichen Schiebetüren, die den Zugang zum Innenraum deutlich erleichterten. Neben der Nutzfahrzeugversion entwickelte sich schnell auch eine Pkw-Variante für Familien und Freizeitnutzer. Schon kurz nach der Einführung entstanden zahlreiche Mini-Camper-Umbauten des Berlingo. Noch heute gilt er als Geheimtipp für kompakte Camper.
Mit der zweiten Generation (2008–2018) wurde der Berlingo deutlich moderner. Die neue Plattform bot mehr Komfort, bessere Sicherheitsausstattung und eine deutlich verbesserte Geräuschdämmung. Das Modell etablierte sich endgültig sowohl als vielseitiges Familienauto als auch als zuverlässiges Nutzfahrzeug. Die dritte Generation (seit 2018) brachte eine komplett neue Architektur, zahlreiche Fahrerassistenzsysteme und ein nochmals gesteigertes Platzangebot. Varianten mit unterschiedlichen Fahrzeuglängen erweiterten die Einsatzmöglichkeiten.
Zum Auftakt des Jubiläumsjahres zeigt Citroën auf der Retro Classics Essen vom 8. bis 12. Apri, auf dem Stand der Citroën-Strasse, wie sich die Idee eines vielseitigen Hochdachkombis über Jahrzehnte entwickelt hat – von den historischen Vorläufern bis zur aktuellen Generation.
Classic Business Day | 18. November 2026
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