Gebrauchtwagen Besitzumschreibungen im Sommerhoch

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Im Juli schossen die Besitzumschreibungen nach oben – und zwar in allen Fahrzeugklassen. In den Standtagen beim Handel scheint sich die hohe Nachfrage positiv niederzuschlagen.

Die Zahl der Besitzumschreibungen ist im Juli stark gewachsen – im Jahresverlauf legt der Markt um ein Zehntel zu.(Bild:  Simon – VCG)
Die Zahl der Besitzumschreibungen ist im Juli stark gewachsen – im Jahresverlauf legt der Markt um ein Zehntel zu.
(Bild: Simon – VCG)

Nach einer verhaltenen Entwicklung im Juni ist der Gebrauchtwagenmarkt im Juli stark gewachsen. Wie aus den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht, kletterte die Zahl der Besitzumschreibungen im Vormonat um knapp ein Sechstel im Vergleich zum Juli 2023 (+15,8 %). 592.296 Pkw fanden einen neuen Halter.

Damit setzt sich die volatile Entwicklung des Gebrauchtwagenmarkts fort. Bereits im Mai (+27,5 %) und im Februar (+19,8 %) war der Markt stark gewachsen – im Juni und März dagegen jeweils um 1,5 Prozent im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat geschrumpft.

Unter dem Strich ist im Jahresverlauf die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen allerdings inzwischen 9,7 Prozent im Plus. Knapp 3,86 Millionen Pkw haben einen neuen Einsatzzweck gefunden. Damit ist der Gebrauchtwagenmarkt fast wieder auf dem Niveau des Jahres 2020 – und noch etwa 10 Prozent hinter dem Ergebnis des Jahres 2019 zurück, als nach sieben Monaten 4,27 Millionen Pkw-Umschreibungen gezählt wurden.

Nach Angaben der Online-Plattform Mobile.de war das Angebot für gebrauchte Pkw passend zur wachsenden Zahl an Umschreibungen um etwa 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Vor allem in den Segmenten Minis (8,6 %) und SUVs (5,4 %) registrierte die Plattform mehr Inserate der Händler. Gleichzeitig hätten sich die Standtage in allen Segmenten rückläufig entwickelt. Ein Fahrzeug aus zweiter Hand stand den Mobile.de-Zahlen zufolge im Schnitt 92,9 Tage auf den Händlerhöfen – das sind rund 2 Tage (2,2 %) weniger als im Vormonat.

Erstaunlich ist, dass sich laut den Beobachtungen der Plattform Autoscout 24 die Nachfrage nach Gebrauchtwagen eher verhalten entwickelt hatte. Diese Entwicklung ist im Sommer nicht ungewöhnlich, passt aber nicht recht zu den steigenden Zahlen der Pkw-Umschreibungen. Die Angebotspreise haben gleichzeitig bei Autoscout 24 im Schnitt im Juli leicht nachgegeben (-0,1 %). Vor allem Dieselfahrzeuge wurden günstiger, während sich E-Modelle gegen den Trend verteuerten. Letztes könnte ein statistischer Effekt sein, da derzeit viele junge und relativ teure Elektromodelle als Leasingrückläufer auf den Markt kommen und den Durchschnittspreis anheben.

Alle Fahrzeugklassen im Plus

Nicht nur auf dem Pkw-Markt kletterte die Nachfrage im Juli, auch in den anderen Fahrzeugklassen boomten die Halterwechsel. Bei den Lkw kletterte die Zahl der Umschreibungen um 21,5 Prozent. Hier ist der Markt im Gesamtjahr mit 9,2 Prozent im Plus.

Auch in den speziellen Segmenten Zugmaschinen (+11,8 %) und Omnibusse (+15,5 %) zeigte sich im Juli eine hohe Nachfrage. Da auch die Zahl der Halterwechsel bei Krafträdern um 1,8 Prozent kletterte, gab es im Juli keine Fahrzeugklasse mit rückläufiger Marktentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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