BMW: Kompetenz in der Karosseriereparatur

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Hauptlieferant für das BMW-Kompetenzzentrum für die Unfallinstandsetzung war das Geislinger Unternehmen Wolf Anlagentechnik. Vier Taifuno Kombikabinen und 20 Vorbereitungsplätze gehörten zum Lieferumfang.

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„Unser Karosserie- und Lackzentrum bietet Hightech vom Feinsten“, sagte der Leiter der BMW-Niederlassung München, Dr. Wolfgang Armbrecht, anlässlich der Eröffnung des Komplexes im Jahr 2006 in München-Garching. Innovativ seien im Kompetenzzentrum für Unfallinstandsetzung, kurz KLZ, die Luftumwälzung, die Lackiertechnik und der Energieverbrauch.

In der Tat haben die Hauptlieferanten des KLZ in Zusammenarbeit mit der Planungsabteilung der BMW-Group einen beispielhaften Lackierbetrieb auf die Beine gestellt. Dieser führt alle Karosserie- und Lackarbeiten durch, die bis dahin noch auf die verschiedenen Filialen der Niederlassung München verteilt waren. Zu den Lieferanten zählte in erster Linie die Wolf Anlagentechnik GmbH aus Geisenfeld. Darüber hinaus lieferte Autop den Großteil der Hebebühnen, das Regalsystem kam von SSI Schäfer und die Vermessungstechnik von Hunter.

Eine Besonderheit des Reparaturbetriebes ist sein Grundriss, den die Planer und Zulieferunternehmen des K&L-Zentrums so angelegt haben, dass ein Kreislauf im Betrieb entsteht.

Herzstück ist die Lackier- und Trockenkabine

Die separaten Funktionsbereiche sind in der Reihenfolge des Prozessablaufs angeordnet. Die mechanische Abteilung wurde mit acht Arbeitsplätzen gemäß den BMW-Reparaturstandards ausgestattet. Unter anderem ist die optische Achsvermessung besonders zu erwähnen, die auf Lasertechnik basiert und erstmals in den Werkstätten der BMW-Niederlassung München eingesetzt wird. Die Fahrzeugvermessung ist auch die erste Station im Prozesskreislauf, danach kommt das zu reparierende Fahrzeug in die mechanische Abteilung und dann in die Spenglerei. Von hier aus geht es zur Lackvorbereitung, der Lackier- und Trockenkabine, dem Finish und letztlich wieder in die mechanische Abteilung.

Das Herzstück des KLZ stellen die Lackier- und Trockenkabine sowie die 20 Lackvorbereitungsplätze dar. Diese sind komplett berostet und mit einer Unterflurabsaugung ausgestattet. Der Anlagenspezialist Wolf hat die Absaugung so gestaltet, dass jeder einzelne Arbeitsplatz durch ein Klappensystem zu- oder weggeschaltet werden kann. Zudem lässt sich jeder einzelne Arbeitsplatz mittels elektrischer Rollos komplett abschotten. Dadurch kann an den Lackvorbereitungsplätzen Füller gespritzt werden, ohne den Nachbar-Arbeitsplatz dadurch zu beeinträchtigen.

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