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Bosch: Bei der Fehlersuche live dabei

Autor: Jan Rosenow

Über die App „Visual Connect“ können Bosch-Experten künftig die Werkstattmitarbeiter bei der Fehlersuche unterstützen. Das System bietet sogar Augmented-Reality-Funktionen.

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Alles aufgeräumt? Per Smartphone-App schaut die Bosch-Hotline künftig direkt in die Werkstatt.
Alles aufgeräumt? Per Smartphone-App schaut die Bosch-Hotline künftig direkt in die Werkstatt.
(Bild: Bosch)

Bei der Fehlersuche am Fahrzeug können sich Nutzer der Diagnosesoftware Esitronic per Hotline technischen Rat und Hilfe von den Bosch-Experten holen. So weit, so bekannt. Doch um das Problem am Telefon zu beschreiben, muss man die Arbeit unterbrechen. Zudem können bei der mündlichen Kommunikation über komplexe technische Zusammenhänge Verständnisschwierigkeiten auftreten. Besser wäre es, wenn der Bosch-Experte live dabei sein könnte. Mit der neuen, kostenlosen Smartphone-App „Visual Connect“ ist das nun möglich. Unter Zuhilfenahme der Smartphone-Kamera überträgt Visual Connect ein Echtzeitbild an den technischen Support und ermöglicht so eine schnellere und effektivere Unterstützung.

Der Bosch-Mitarbeiter sieht genau das, was auch der Techniker sieht, und kann ihn Schritt für Schritt durch den Lösungsweg begleiten. Die App ermöglicht es dem Support-Mitarbeiter zudem, zur Veranschaulichung auf dem Bildschirm zu zeichnen oder zusätzliche Informationen einzublenden, wie Schaltpläne oder die Lage versteckter Bauteile (Augmented Reality). Umgekehrt kann der Nutzer im Kfz-Betrieb Zusatzinformationen wie die Fahrgestellnummer scannen und weiterleiten oder mit einem Pointer auf bestimmte Teile hinweisen.

Das Smartphone reicht als Hardware aus

Mit dem Smartphone hat praktisch jeder Werkstattmitarbeiter die dafür nötige Hardware bereits in der Hosentasche. Der Kfz-Betrieb muss also für die Nutzung von Visual Connect von Bosch nicht in zusätzliche Geräte, beispielsweise AR-Brillen, investieren. Die App selbst ist ab sofort Teil des Abos für den technischen Support in ausgewählten europäischen Märkten. Sie kann kostenlos über die App-Stores für Android und iOS heruntergeladen werden.

Über die App hat Bosch keinen Zugriff auf Daten, die auf dem Smartphone abgelegt sind, und es werden auch keine persönlichen Daten in Bezug auf die App-Nutzung gespeichert, betont das Unternehmen. Der Datenschutz ist somit stets gewährleistet, auch wenn der Werkstattmitarbeiter sein privates Smartphone für den Kontakt zum technischen Support nutzt. Trotzdem ist es gerade in größeren Betrieben angeraten, Mitarbeiter mit firmeneigenen Endgeräten auszustatten – erst recht, wenn über diese auch andere Werkstattsoftwaresysteme gesteuert und Kundendaten verwaltet werden.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group