Partikelzählung Bosch präsentiert auf der Automechanika sein neues Abgasmessgerät

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Das BEA 090 arbeitet nach der CPC-Methode (Condensation Particle Counting) und soll einfach bedienbar und so gut wie wartungsfrei sein. Das Partikelzählgerät ist aber nicht die einzige Bosch-Neuheit.

Das neue Partikelzählgerät BEA 090 von Bosch soll sich durch einen geringen Wartungsaufwand auszeichnen.(Bild:  Bosch)
Das neue Partikelzählgerät BEA 090 von Bosch soll sich durch einen geringen Wartungsaufwand auszeichnen.
(Bild: Bosch)

Noch nie mussten die Werkstätten in der Geschichte des Automobils gleichzeitig so viele neue Techniken beherrschen lernen – aber auch die bislang gekannten Fahrzeugkonzepte werden noch für viele Jahre auf unseren Straßen unterwegs sein. Das Neue erlernen, ohne das Alte zu vernachlässigen: Bei dieser Herausforderung will Bosch Automotive Aftermarket die Werkstätten unterstützen und sie erfolgreich durch diese Zeit des Wandels bringen.

Zu dieser Unterstützung gehören leistungsfähige und einfach zu bedienende Produkte und Reparaturkonzepte. Deshalb präsentiert der Stuttgarter Zulieferkonzern auf der Fachmesse Automechanika, die vom 13. bis zum 17. September in Frankfurt/Main stattfindet, Neuheiten aus allen seinen Aktivitätsfeldern: Dazu gehören Ersatzteile ebenso wie Werkstattausrüstung sowie Schulungsangebote für Werkstätten.

Das Highlight ist sicherlich Boschs neues Partikelzählgerät BEA 090. Bekanntlich ist die Ermittlung der Partikelanzahl ab 1. Januar 2023 Pflicht bei der Abgasuntersuchung an Dieselfahrzeugen der Abgasklassen Euro 6/Euro VI. In schneller Folge stellen nun die einschlägigen Hersteller entsprechende Geräte vor, die hoffentlich auch sofort lieferbar sind und rechtzeitig zum Stichtag 1. Januar in den Werkstätten ankommen.

Gerät kann auch Partikel von Ottomotoren erkennen

Das neue BEA 090 arbeitet nach dem Kondensationspartikel-Zählverfahren (englisch: Condensation Particle Counting – CPC), das laut Bosch auch für künftige und unter Umständen strengere Messverfahren geeignet ist. Auch kleine Partikel, wie sie im Abgas von Benzindirekteinspritzern auftreten, können gemessen werden. Über die bekannte BEA-PC-Software wird das Gerät via Bluetooth in die Abgas-Messstation eingebunden und bedient. Für die Messung muss der Nutzer die Sonde des BEA 090 nach einer Aufwärmzeit mit dem beheizten Abgasentnahmeschlauch in das Auspuffendrohr des Fahrzeugs stecken. Das Ergebnis steht nach Herstellerangaben „in kürzester Zeit zur Verfügung“.

Nach jeder Messung wird ein Nullabgleich des Partikelzählers durchgeführt. Außerdem säubert eine automatische Reinigung beim Ausschalten den kompletten Gaslauf. Abgesehen von außen liegenden Filtern, die einfach getauscht werden können, hat das BEA 090 keine Verschleißteile, die außerhalb der jährlichen Wartung getauscht werden müssen. Die innen liegende Messtechnik muss nicht gereinigt werden. Lediglich die Flasche mit der verwendeten Messflüssigkeit Isopropanol wird bei Bedarf – ohne Werkzeug – gewechselt. Für den gesetzlich vorgeschriebenen Funktionstest genügt die Umgebungsluft, d. h. es ist kein zusätzliches Medium notwendig.

Für die Abgasuntersuchung von Fahrzeugen der Euro-Normen 1 bis 5 können weiterhin die herkömmlichen Emissionsanalysegeräte von Bosch, wie das BEA 550, verwendet werden.

Bosch steigt in den Markt der RDKS-Sensoren ein

Ebenfalls auf der Automechanika präsentiert Bosch sein neues Programm an Reifendrucksensoren. Mit einem Servicegerät für Reifendruckkontrollsysteme war das Unternehmen ja schon längere Zeit auf dem Markt – nun will es den RDKS-Markt komplett abdecken.

Mit den markant blau eingefärbten Quick-Fit-Universalsensoren erreicht Bosch mit nur einem Sensor und den vier marktüblichen Ventilvarianten eine Fahrzeugabdeckung von über 90 Prozent in der EU. Großhandel und Werkstätten müssen also nur vier Sachnummern auf Lager halten. Das reduziert den Aufwand und die Lagerkosten und erhöht gleichzeitig die Verfügbarkeit. Die Sensoren sind in unterschiedlicher Optik und Ventilgröße sowie mit Gummi- und Stahlventil erhältlich und passen laut Bosch zu allen gängigen Felgen- und Reifenarten.

Zwar lassen sich die Quick-Fit-Sensoren grundsätzlich mit allen gängigen Programmierwerkzeugen in Betrieb nehmen, jedoch empfiehlt Bosch für die Programmierung sein neues Servicegerät TPA 300. Der Werkstattmitarbeiter kann die kabellos übertragenen RDKS-Daten auf dem farbigen 2,8 Zoll großen Display des TPA 300 auslesen und prüfen. Schritt für Schritt führt ihn das Gerät anschließend durch den Anlernprozess. Kostenlose Software-Updates von Gerätefunktionen, Fahrzeug- und Sensorabdeckung sind in den ersten drei Jahren nach dem Kauf des TPA 300 inbegriffen.

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