Hyundai/Kia-Rückrufe Brandgefahr, Motorausfall und fehlende Warnhinweise

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Die Vertragspartner des koreanischen Herstellers müssen sich um den H-1, den Picanto und um einige wenige Stonic kümmern. Die Abhilfemaßnahmen dauern in allen drei Fällen jeweils eine Stunde.

Der aktuelle Picanto ist eines der betroffenen Modelle mehrerer Rückrufaktionen, die das KBA derzeit überwacht.  (Bild:  Kia)
Der aktuelle Picanto ist eines der betroffenen Modelle mehrerer Rückrufaktionen, die das KBA derzeit überwacht.
(Bild: Kia)

Während einer Partikelfilterregeneration könnte der Kühlmittelschlauch in einigen Hyundai H-1 durch die Hitzeeinwirkung beschädigt werden. Sollte Kühlmittel austreten und mit dem Dieselpartikelfilter in Kontakt kommen, besteht erhöhte Brandgefahr. Aus diesem Grund ruft der Hersteller laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) weltweit 131.717 Transporter und Kleinbusse zurück, davon 2.356 in Deutschland. Die Fahrzeuge wurden vom 8. Mai 2015 bis 27. November 2020 in Südkorea hergestellt.

„Um diesen Mangel zu beseitigen, ist der Austausch der betroffenen Schläuche durch hitzebeständige Kühlmittelschläuche, sowie die Nachrüstung eines Hitzeschutzes erforderlich", kündigte das KBA Ende September an. Dies dauert nach unseren Informationen etwa eine Stunde. Fragen zur Maßnahme mit dem internen Aktionscode „41D047“ beantwortet die Hersteller-Hotline unter der Rufnummer 069 - 380 76 72 12.

Auch von der Hyundai-Tochter Kia gibt es zwei kleinere Rückrufe zu vermelden. Beide betreffen den Picanto. Bei etwa 6.000 Kleinstwagen erfolgt bei Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzung möglicherweise keine akustische oder visuelle Warnung durch den intelligenten Geschwindigkeitsassistent. Eine Sprecherin von Kia Deutschland kündigte deswegen eine etwa einstündige Softwareaktualisierung des Kombiinstruments an. Ausstattungsabhängig sei zudem „eine Variantencodierung der Frontkamera durchzuführen“. Dies gilt hierzulande für 974 Autos aus dem Produktionszeitraum 1. April bis 14. Mai 2024.

Kia Picanto und Stonic: Neues AGR-Ventil

Genau 845 Exemplare (weltweit 6.869) des Picanto erhalten zudem im Rahmen eines weiteren Rückrufs bei uns ein neues Abgasrückführungsventil. Ein Kurzschluss im Bauteil könne zum Motorausfall führen, warnt das KBA. „Die Ursache des Problems sind Fremdkörper im Inneren des AGR-Ventils, die auf einen Produktionsfehler beim Zulieferer zurückzuführen sind“, ergänzte die Firmensprecherin. Dies gilt neben dem Picanto aus dem Produktionszeitraum 11. Januar bis 14. Februar dieses Jahres auch noch für über 900 Stonic, produziert zwischen 12. Januar und 13. Februar 2024. Davon sind laut Kia allerdings nur zwölf nach Deutschland gelangt.

„Der Zeitaufwand für die Durchführung der Arbeiten beträgt circa eine Stunde. Für den kompletten Werkstattablauf einschließlich Fahrzeugannahme und -rückgabe sind jedoch bis zu zwei Stunden einzuplanen. Für genauere Angaben kann der Kunde den betreuenden Kia-Partner kontaktieren“, erklärte die Sprecherin. Der Rückrufcode lautet „241099“. Die erste Picanto-Aktion firmiert intern unter den Kennungen „241170“ und „241171“. Infos zu allen Kia-Rückrufen erteilt die Hotline unter der Rufnummer 0800 - 777 30 44.

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