VW-Rückrufe Brems- und Abgasprobleme möglich

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Bei in Summe rund 7.600 in diesem Jahr gebauten Caddys muss die korrekte Montage einer Bremsleitung überprüft werden. Ansonsten droht aufgrund einer Undichtigkeit eine reduzierte Bremswirkung.

Beim aktuellen Caddy müssen sich die Servicepartner den Bremsschlauch anschauen. (Bild:  VW)
Beim aktuellen Caddy müssen sich die Servicepartner den Bremsschlauch anschauen.
(Bild: VW)

Eine Fehlermeldung, zwei Rückrufcodes – auf diese Kurzformel lässt sich eine neue Aktion von VW Nutzfahrzeuge bringen. Der Grund: ein Bremsproblem betrifft einmal den Caddy mit kurzem und einmal den Caddy Maxi mit langem Radstand. Aufgrund eines Fehlers beim Verschrauben der hinteren linken Bremsleitung könne es zu Undichtigkeiten am Anschluss zum Bremsschlauch kommen, erklärte ein Sprecher der Konzernsparte auf Anfrage.

„Eine Undichtigkeit kann zu einem Verlust von Bremsflüssigkeit und damit zu einer Reduzierung der Bremswirkung führen“, sagte er. Ein daraus resultierender zu niedriger Bremsflüssigstand werde aber durch das Aufleuchten einer Kontrollleuchte oder Anzeige im Kombiinstrument angezeigt. An den Kleintransportern und Hochdachkombis werde die Verschraubung der hinteren linken Bremsleitung an den Bremsschlauch geprüft und bei Bedarf nachgearbeitet oder ausgetauscht. Dies dauere maximal eine Stunde.

Der Produktionsfehler trat beim „normalen“ Caddy zwischen dem 6. und 27. August dieses Jahres auf, beim Caddy Maxi zwischen dem 13. Mai und 19. Juni 2024. Vom letztgenannten Modell müssen daher weltweit 3.829 Exemplare in die Vertragswerkstatt, davon 932 in Deutschland. Vom Caddy mit kurzem Radstand müssen die Vertragsbetriebe insgesamt 3.747 Einheiten abarbeiten, davon 1.036 bei uns.

Die Durchführung der Abhilfe vermerken die Mitarbeiter im (digitalen) Service-Plan unter den Kürzeln „47U8“ (Caddy Maxi) oder „47VX“. Fragen zum Rückruf beantwortet die Hersteller-Hotline unter der Rufnummer 0800 - 8655 792 436. Zum baugleichen Ford Transit/Tourneo Connect liegt (noch) keine solche Fehlermeldung vor.

Neues Update für EA189-Motor auch beim Caddy

Die kürzlich vermeldeten neuen Nachwehen zur Abgasaffäre betreffen auch den Caddy mit dem EA189-Dieselmotor (2.0L Gen2 EU5 DQ250-6F). „Bei einer systematischen internen Überprüfung wurde festgestellt, dass die mit dem KBA abgestimmte AGR-Bedatung an vier Datenständen (von 2.990 überprüften) aufgrund eines Arbeitsfehlers im Rahmen des Fieldfixes 2016 bisher nicht umgesetzt wurde“, sagte ein Sprecher der Nutzfahrzeugsparte auf Anfrage. Er betonte, dass „keine Konformitätsverletzung in Bezug auf entsprechende Gesetze und Vorschriften“ vorläge.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) spricht in seiner Fehlermeldung dagegen von einer „unzulässigen Abschalteinrichtung im Emissionskontrollsystem“. Das neuerliche Softwareupdate dauert den Angaben zufolge etwa eine halbe Stunde und ist für etwas über 29.100 Exemplare der Baujahre 2010 bis 2016 hierzulande vorgesehen. Während der Sprecher erklärte, dass der Rückruf mit der internen Kennung „23EN“ auf den deutschen Markt begrenzt sei, nennt das KBA mit 65.420 Einheiten auch eine weltweit betroffene Stückzahl.

(ID:50184894)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung