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Corona-Krise: MAN beantragt Kurzarbeit

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Der Lkw-Bauer MAN hatte erst kürzllich einen massiven Stellenabbau angekündigt. Die Entwicklung der Corona-Pandemie führt nun dazu, dass das Unternehmen weitere Maßnahmen ergreift.

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Auch MAN bekommt die Folgen der Corona-Pandemie zu spüren.
Auch MAN bekommt die Folgen der Corona-Pandemie zu spüren.
(Bild: MAN)

Wegen der Coronakrise beantragt der Lastwagenbauer MAN für seine deutschen Werke Kurzarbeit. Die Regelung soll von diesem Montag an „für einen Großteil der Beschäftigten an den produzierenden Standorten gelten“, teilte die VW-Tochter am Dienstagabend in München mit.

„Aufgrund der unklaren Gesamtsituation und der sich nahezu stündlich ändernden Ereignisse erwartet MAN in den kommenden Tagen weitere und auch zunehmende Engpässe sowohl bei der Belieferung der Produktion als auch bei der Fahrzeug- und Teileauslieferung“, betonte das Unternehmen.

Auch in Werken außerhalb Deutschlands werde die Produktion zurückgefahren. MAN setze alles daran, den Betrieb der Vertriebs- und Servicestandorte weltweit so lange es die Gesamtsituation zulässt, in vollem Umfang aufrechtzuerhalten, um die Versorgungsketten sicherzustellen, hieß es weiter.

Großer Stellenabbau steht bevor

Vorstandschef Joachim Drees hatte zuletzt einen „signifikanten Stellenabbau“ angekündigt. MAN müsse Kosten senken, um die Investitionen für den notwendigen Konzernumbau stemmen zu können. Wegen der verschärften CO2-Vorgaben der EU und drohender Strafen müssen alle Lkw-Hersteller Alternativen zum Dieselmotor finden. Bis zu 6.000 Stellen sollen in Gefahr sein.

Die MAN Truck und Bus SE gehört zusammen mit dem schwedischen Lkw-Bauer Scania zum Volkswagen-Konzern und beschäftigt weltweit rund 36.000 Mitarbeiter. Davon arbeiten 9.200 im Stammwerk München, 3.700 im Dieselmotorenwerk Nürnberg, 2.400 im Achsen- und Komponentenwerk Salzgitter. 6.000 sind bundesweit im Verkauf beschäftigt, 2.300 im Lkw-Werk Steyr (Österreich) und 6.000 in den Stadtbus- und Reisebus-Werken Ankara (Türkei) und Starachowice (Polen).

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