US-Automarkt Das durch Zollsorgen entfachte Kauf-Strohfeuer erlischt

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die nackten Zahlen sehen gut aus. Im Frühjahr ging die automobile Absatzkurve in den USA nach oben, doch zuletzt legte sich die Konsumbegeisterung wieder. Für Importeure wurde es zuletzt zusehends schwerer.

Der US-Automarktm ist zuletzt wieder schwieriger geworden, das zweite Quartal lief dagegen gut – getrieben von den bevorstehenden Zöllen auf Importe. (Bild:   / CC0)
Der US-Automarktm ist zuletzt wieder schwieriger geworden, das zweite Quartal lief dagegen gut – getrieben von den bevorstehenden Zöllen auf Importe.
(Bild: / CC0)

Die US-Zollpolitik hat den Neuwagenverkäufen in den USA nur einen kurzen Schub beschert. Nachdem Kunden im Frühjahr mit Blick auf die Zölle auf Autos und Autoteile Fahrzeugkäufe noch vorgezogen hatten, um steigenden Kosten zu entgehen, schwächte sich der Trend im zweiten Quartal wieder ab.

Der US-Autobauer General Motors etwa lieferte im zweiten Quartal zwar über sieben Prozent mehr Autos aus als ein Jahr zuvor; doch nach überraschend starken Zahlen im April und Mai kühlte sich die Entwicklung im Juni – wie in der Branche auch – wieder ab. Ford verzeichnete in dem Jahresviertel dank einer Rabattaktion sogar ein Absatzplus von 14 Prozent – doch das galt nicht mehr für Juni.

Die deutschen Autobauer entwickelten sich unterschiedlich. Während bei BMW der Pkw-Absatz um 9,7 Prozent zulegte, gingen die Verkäufe von größeren SUVs deutlich zurück. Insgesamt verbuchten die Münchner ein Absatzminus von 0,4 Prozent. Anders Volkswagen: Hier brachen die Verkäufe sowohl insgesamt als auch allein bei Pkw um 29 Prozent ein. Volkswagen sprach von einem „herausfordernden Umfeld“. Auch die Tochter Audi meldete einen Absatzrutsch von 19 Prozent.

2,5 Prozent Plus im zweiten Quartal

Der japanische Autobauer Toyota kam im abgelaufenen Quartal in den Vereinigten Staaten auf ein Plus von sieben Prozent – doch im Juni stagnierte der Absatz. „Von Ende März bis Anfang Mai hatten wir eine Menge Vorzieheffekte – ich glaube, die ganze Branche“, sagte der Leiter von Toyotas US-Markenvertrieb, David Christ. Seitdem sei das Verkaufstempo zu dem zurückgekehrt, was er als normal bezeichnen würde.

Viele US-Kunden waren im Frühjahr verstärkt in die Autohäuser gekommen, um vor Inkrafttreten der US-Zölle auf importierte Autos und Teile noch Wagen zu kaufen. Aus Sicht des Analyseunternehmens J.D. Power trieb dies den Absatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent nach oben.

Zuletzt mussten einige ausländische Autohersteller bereits Rückgänge hinnehmen. So sank der Absatz des japanischen Herstellers Subaru um 16 Prozent, der koreanische Anbieter Kia büßte gut 3 Prozent ein. Der japanische Hersteller Nissan setzte im gesamten Quartal in den USA 6,5 Prozent weniger Autos ab, Honda kam hingegen von April bis Juni auf plus 8,4 Prozent.

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