Das ganze Know-how aus 20 Jahren

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Der neue Bosch-Diagnosetester 340 komplettiert das Angebotsprogramm der KTS-Familie.

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Wer kennt es nicht, das Schicksal zahlreicher Stars auf Messen: Heute noch im Rampenlicht, verschwindet die stolz präsentierte Neuvorstellung morgen bereits in der Versenkung oder kommt erst viele Monate oder gar Jahre später auf den Markt – oftmals noch mit Kinderkrankheiten als zusätzlichem Makel. Das gilt für Automobile wie für Werkstattausrüstung gleichermaßen.

Nicht so beim Traditionshersteller Bosch. Gestern noch auf der Showbühne der Automechanika, kommen die ersten Geräte des neuen Diagnosetesters KTS 340 dieser Tage in die Werkstätten. Vor knapp zwei Jahren erschien das Einsteigermodell KTS 200. Neben dem Topmodell KTS 670 ergänzte er das schwäbische Diagnosetesterangebot und rundete es nach unten ab.

Doch warum nun ein weiteres Gerät? Klare Antwort: Auch hier gibt es Parallelen zwischen Werkstattausrüstung und Automobilen – nicht jeder fährt Panda oder S-Klasse. Die Mittelklasse ist meist das Maß der Dinge, verbindet sie doch Leistungsfähigkeit mit kompakten Abmessungen und hohem Nutzwert. So rundet Bosch mit dem neuen KTS 340 sein Diagnosespektrum an Handheld-Testern ab und bietet den Werkstätten so für jede Anforderung das passende Gerät.

Einer für alles

Dem viel zitierten eierlegenden Fantasiehaustier kommt der neue Grüne bereits sehr nahe. Denn im Gegensatz zum kleinen Bruder KTS 200 können Kfz-Betriebe mit dem 340-er nicht nur elektronische Fahrzeugkomponenten diagnostizieren. Sie können mit ihm diese Komponenten auch prüfen und entsprechend reparieren sowie Service- und Wartungsarbeiten durchführen. Denn der KTS 340 bietet dem Anwender, analog dem großen Bruder KTS 670, zahlreiche Informationsbausteine der bekannten Bosch-Diagnosesoftware Esitronic.

Dazu zählen neben „SIS“ – einem System der geführten Fehlersuche, das den Mechaniker gezielt bei der Diagnose leitet – auch das „TSB“, eine Sammlung aktueller und häufig auftretender Fahrzeugprobleme. Darüber hinaus bietet Boschs‘ neue Kompaktklasse ein umfassendes Informationssystem für Fahrzeugdaten wie Wartungspläne, technische Daten, Wartungsabbildungen etc. Außerdem ist der KTS 340 als echtes Diagnosewerkzeug mit einem integrierten 2-Kanal-Multimeter ausgestattet.

Der klare Vorteil des „Alles-in-einem-Konzepts“: Der Werkstattmann hat alle Informationen und Hilfsmittel, die er für eine erfolgreiche Reparatur benötigt, direkt am Fahrzeug zur Hand – kein „Umhergerenne“ und keine Suche nach notwendigen Daten und Hilfen mehr.

Einfache Bedienung

Besonders stolz sind die Bosch-Entwickler auf das völlig neue Bedienkonzept ihres jüngsten Sprößlings, das vor allem durch seine Einfachheit beeindruckt:

  • Den Diagnoseablauf steuert der Anwender bequem über einen Farb-Touchscreen.
  • Bildschirmansicht und -aufbau sind über alle Menüs hinweg einheitlich.
  • Der Anwender kann beliebig zwischen den Menüs „Fahrzeuginfo“, „Diagnose“, „Fehlersuche“ und „Wartung“ hin- und herspringen (siehe oben).
  • Notwendige Spannungs-/Strommessungen an Bauteilen werden in SIS automatisch aufgerufen und zusammen mit Soll-Werten angezeigt (siehe oben).
  • Gleichzeitig können bis zu acht Messwerte übersichtlich tabellarisch sowie grafisch angezeigt werden.
  • Die Daten des ausgewählten Fahrzeugtyps werden auf jeder Bildschirmansicht angezeigt (siehe oben).
  • Hilfefunktionen sind in jedem Menü integriert.
  • Dank Linux-Betriebssystem ist der Tester sofort einsetzbar.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Was einfach geht, geht schnell. Das heißt, der KTS-340-Nutzer spart dank leicht verständlicher Bedienung bare Zeit. Und nebenbei bemerkt: Was schnell und einfach geht, macht man auch gern! Für die nötige Softwareaktualität sorgen viermal jährlich Updates, die der KTS-Besitzer wie gewohnt per CD oder neu per Internet aufspielen kann.

Durchdachter Aufbau

Doch nicht nur in Sachen Bedienung und Softwarefunktionalitäten ist der Neue up-to-date. Auch der Aufbau weiß zu überzeugen. Mit schlanken zwei Kilogramm Gewicht und 29 x 21 Zentimeter Größe (Höhe x Breite) ist der KTS 340 ein handlicher Begleiter im harten Diagnosealltag. Robuste Gummipolster an den Seiten sorgen nicht nur für guten Halt in der Hand, sondern im Falle eines Falles auch für den nötigen Schutz.

Ebenso integriert sind ein USB-Anschluss und eine W-LAN-Verbindung. Damit kann der Anwender z. B. Protokolle schnell und einfach an einem zentralen Drucker in der Werkstatt oder im Büro ausdrucken. Auch zwei weitere kleine, aber feine Details zeugen vom durchdachten Gerätekonzept. So besteht der integrierte Akku – anders als bei anderen Diagnosetestern – aus handelsüblichen AA-Zellen (Mignon). Das sorgt nicht nur für ein „allzeitbereites“ Gerät, sondern im Falle eines notwendigen Austausches des Energiespenders für niedrige Kosten. Zudem sind die für den Betrieb des KTS 340 notwendigen Daten allesamt auf einer handelsüblichen Speicherkarte abgelegt. Zukünftige Speichererweiterungen sind damit ebenfalls einfach wie kostengünstig möglich.

Der Preis

Stichwort Kosten: Erhältlich ist das neueste Mitglied der KTS-Familie zum Preis von rund 4.500 Euro. Darin eingeschlossen sind zahlreiche, zum Betrieb notwendige Diagnose-, Mess- und Stromkabel sowie ein Netzteil und die Akkus. Alles, was die Werkstatt noch benötigt, ist die Esitronic-Software, die Bosch im Abo-Verfahren zu Preisen ab 490 Euro jährlich anbietet. Optional gibt es noch eine Lade- und Aufbewahrungsstation sowie zahlreiche fahrzeugspezifische Adapterstecker.

20 Jahre ist es her, da präsentierte Bosch seinen ersten KTS-Diagnosetester. Seitdem hat der Fahrzeug- und Werkstattausrüster in Sachen elektronischer Fahrzeugdiagnose viel gesammelt: Wissen, Erfahrungen und jede Menge technisches Know-how. Beste Voraussetzungen für den KTS 340, möchte man meinen.

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