Käufer-Studie Das Interesse an gebrauchten E-Autos sinkt

Von Yvonne Simon 2 min Lesedauer

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Das Kundeninteresse an gebrauchten Elektroautos ist einer Befragung von Dekra und Ipsos zufolge geringer als vor zwei Jahren. Dabei habt sich die Gewichtung der Unsicherheitsfaktoren etwas verändert.

Die Anschaffung eines gebrauchten Elektroautos kommt für viele Kaufinteressenten nicht infrage.(Bild:  Cupra)
Die Anschaffung eines gebrauchten Elektroautos kommt für viele Kaufinteressenten nicht infrage.
(Bild: Cupra)

Nach wie vor zeigen Gebrauchtwagenkäufer nur verhaltenes Interesse an Elektroautos aus Vorbesitz – sogar noch weniger als im vorletzten Jahr. Das ist eines der Ergebnisse der Gebrauchtwagenstudie Deutschland, welche die Prüforganisation Dekra gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos im Zweijahres-Rhythmus durchführt.

Auf die Frage, ob sie beim nächsten Autokauf ein gebrauchtes Elektroauto in Betracht ziehen würden, antworteten 19 Prozent mit „Auf jeden Fall/sehr wahrscheinlich“. Vor zwei Jahren lag der Zustimmungswert immerhin noch bei 24 Prozent. Für fast zwei Drittel ist die Anschaffung eines BEVs aus Vorbesitz eher unwahrscheinlich oder überhaupt nicht vorstellbar.

Sorge vor Restwertverlusten nimmt zu

Dabei haben sich die größten Unsicherheitsfaktoren bezüglich gebrauchter Stromer etwas abgemildert: Die Reichweite besorgt noch 41 Prozent der Befragten (2023: 44 %), fehlende Park- und Lademöglichkeiten noch 27 Prozent, sechs Prozentpunkte weniger als vor zwei Jahren. Dafür nimmt die Sorge vor Restwertverlusten zu. Fast jeder vierte Befragte (24 %) sieht in der Restwertentwicklung einen Unsicherheitsfaktor, drei Prozentpunkte mehr als bei der letzten Ausgabe der Befragung.

Fördern kann den Kauf gebrauchter E-Autos vor allem die Bereitstellung eines Batteriezertifikats oder einer Batteriegarantie. 12 Prozent nannten Sicherheit über den Zustand der Batterie als unterstützenden Faktor (2023: 8 %). Eine gute Beratung durch den Händler nannten 6 Prozent der Befragten, etwas mehr als 2023 mit 3 Prozent. 21 Prozent – die größte Gruppe – geben aber an, dass nichts einen sorgenfreien Kauf eines gebrauchten Stromers unterstützen würde.

Ankaufportale: wachsende Bekanntheit, aber weniger Nutzung

Neben der Einstellung gegenüber gebrauchten Elektroautos fragt die Studie zahlreiche weitere Aspekte rund um den Gebrauchtwagenkauf ab, beispielsweise die Bekanntheit von Onlineportalen. Ein auffälliges Ergebnis ist, dass die Bekanntheit von Ankaufportalen wie Wirkaufendeinauto zwar gestiegen ist, die Nutzung solcher Angebote aber erstmals in der Historie der Studie rückläufig war.

2025 gaben 87 Prozent der Befragten an, dass ihnen die Existenz von Ankaufplattformen bewusst ist (2023: 85 %). Eine solche Plattform bereits genutzt haben aber nur 27 Prozent. 2023 waren es noch 30 Prozent. Auf lange Sicht ist die Zahl der Nutzer trotzdem deutlich gewachsen. 2017 hatten nur 18 Prozent angegeben, bereits ein Ankaufportal genutzt zu haben.

Was die Bekanntheit von Online-Marktplätzen für den Gebrauchtwagenkauf anbelangt, hat Mobile.de aufgeholt. Zwar liegt bei der Dekra/Ipsos-Studie immer noch Autoscout 24 auf Platz 1 – 80 Prozent der Befragten kennen das Angebot –, Mobile hat aber im Vergleich zu 2023 fünf Prozentpunkte hinzugewonnen. 72 Prozent der Befragten gaben an, Mobile zu kennen.

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