Dekra: Fahrzeugdaten sind gut, Funktionstests sind entscheidend

Autor: Wolfgang Michel

Corona-Krise, Fahrzeugsicherheit, Hauptuntersuchung 4.0, Kalibrierung – die weltweiten Aufgaben der „grünen“ Prüfgesellschaft sind vielfältig. Das deutsche Kfz-Gewerbe verliert Clemens Klinke, Vorstand Regionen und Vertrieb, dabei nie aus den Augen.

Dekra-Vorstand Clemens Klinke (li.): „Wir brauchen eine neutrale Instanz, wenn es darum geht festzustellen, ob der Unfall durch einen Fahrer- oder Fahrzeugfehler ausgelöst wurde.“
Dekra-Vorstand Clemens Klinke (li.): „Wir brauchen eine neutrale Instanz, wenn es darum geht festzustellen, ob der Unfall durch einen Fahrer- oder Fahrzeugfehler ausgelöst wurde.“
(Bild: Dekra)

Redaktion: Als wir uns im Juni 2015 zum Interview in Dresden getroffen haben, sprachen wir unter anderem über 25 Jahre Deutsche Einheit und die unmittelbaren Auswirkungen des Mauerfalls auf die Unternehmensentwicklung der Dekra. In diesem Jahr sollen am 3. Oktober in Potsdam die Feierlichkeiten zum Jubiläum „30 Jahre Deutsche Einheit“ stattfinden. Aktuell überlagert Covid-19 beinahe alles. Glauben Sie, dass die Welt Anfang Oktober wieder ein wenig normaler ist?

Clemens Klinke: Ja, sie wird deutlich normaler sein. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass die Welt eine andere als heute sein wird.

Wie meinen Sie das?

In dieser für uns alle so schwierigen Phase sammeln wir Erfahrungen, die wir zukünftig nutzen. Derzeit läuft die interne und externe Zusammenarbeit größtenteils aus dem Homeoffice mit Telefonaten und Videokonferenzen ab. Die unterschiedlichsten Tätigkeiten werden effizient und zielführend durchgeführt. Wir stellen fest, dass wir für viele Termine nicht auf Dienstreise gehen müssen. Wenn wir es nach der Krise richtig angehen, übernehmen wir viele dieser jetzt gesammelten positiven Erkenntnisse. Ich gehe sogar so weit zu sagen: Wer dieses Potenzial nicht nutzt, der gehört nach der Krise zu den Verlierern.

Über den Autor

 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«